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THE DANGEROUS SUMMER - Mother Nature

THE DANGEROUS SUMMER - Mother Nature
THE DANGEROUS SUMMER - Mother Nature

THE DANGEROUS SUMMER

Mother Nature
Hopeless Records
AJ Perdomo von The Dangerous Summer erklärt den Hintergrund zum Albumtitel wie folgt: "Der Albumtitel 'Mutter Natur' soll das Gefühl einer mächtigen Kraft hervorrufen, und innerhalb und neben dieser Kraft zu leben."

Und weiter: „Diese Natur ist weiblich, und eine Mutter für uns alle. Ich bin mit meiner Tochter aufgewachsen und spüre die Verbindung zur Erde und den weiblichen Geist, den die Welt verkörpert.“ Nun, meiner Meinung nach sollte es nicht selbstverständlich sein und hinterfragt werden, was Frausein und Muttersein verbindet, ohne in die "Weibchen"-Falle zu treten und Rollenerwartungen zu erfüllen. Das Prinzip der Weiblichkeit, das Alleinstellungsmerkmal, die Erkennbarkeit der Weiblichkeit besteht im Potenzial, Kinder zu empfangen und zu gebären. Die mächtige Kraft ist vielleicht die typische Charakterisierung im Kontext zur Mutter Natur, die AJ im Sinn hat: Die Mutter ist unsere erste Behausung. Zuletzt kehren wir wieder in eine Höhle zurück, die warm und weich ist. AJ hat die Evolution im Sinn, aber auch die Vergänglichkeit ("Where were you when the sky opened up"). So wie bei den Bienen: Nicht jeder Frau ist es vergönnt, wie die Bienenkönigin Tausende und Abertausende von Eiern zu legen und von anderen versorgen zu lassen. So kommt es darauf an, punktgenau so viele Nachfahren zu produzieren, wie unter den Umständen - der eigenen Lebensspanne und den maximal zur Verfügung stehenden Mitteln - aufgepäppelt werden können, beschützt, trainiert fürs Überleben, sodass die eigene genetische Botschaft sicher in die Zukunft gelangt. Wenn die Bienenkönigin stirbt, ziehen die Arbeiterinnen aus einem der letzten Eier der alten Königin eine neue Königin. So wird aus etwas vergänglichem Neues geschaffen. Musikalisch betrachtet haben THE DANGEROUS SUMMER mit "Mother Nature" einen poprockigen Hormoncocktail aus gemeinsamer Sorge, Sehnsucht, Verletzungen, Ängste zusammengestellt, der warmherzig und stark ist, keine Gier weckt, sondern das Verständnis für ein gerechtes Miteinander, ohne sich anzubiedern, unterzuordnen oder unterdrücken zu lassen. Nur dann kann Größe, Mut und Freiheit im eigenen Sein entstehen, entwickeln und reifen.

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