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Rotten Mind - Rat City Dog Boy

Rotten Mind - Rat City Dog Boy
Rotten Mind - Rat City Dog Boy

Rotten Mind

Rat City Dog Boy LP
Lövely Records
Auch auf ihrem 4. Album servieren ROTTEN MIND Garage, Post Punk und Melodien für die Ewigkeit. Geprägt von deutlichem Kellerratten-Charme, erinnern die neuen Songs mehr an eine Melange aus Wehmut und stolzem "Sie-wissen-was-sie-tun"-Habitus, als an die stürmisch-wilden Frotzeleien und dem roh-dreckigen Rotz zu "I'm Alone Even With You"-Zeiten.

 Neben klassischem 77er-Pogo-Punk überraschen Jakob Arvidsson (Gitarre/Gesang), Rune Strömbom (Bass), Johan Sverredal (Gitarre) und Victor Nordin (Schlagzeug) mit Songs wie "I've got no time" mit Killing Joke-Flair oder schwülstige Proto-Punk-Referenzen ("You'll never see me again"). Und diese düstere Wave-Atmosphäre erklärt Jakob so: "Wir leben praktisch auf der Straße, in den Bars und in unserem Proberaum in Uppsala; der dunklen(...)Stadt mit einer langen Geschichte der Rockmusik und vor allem des Punk. Wir haben uns von diesen Nächten in Uppsala fürs Schreiben der Songs zu diesem Album inspirieren lassen(...)." In der Tat sind die neuen Songs gespickt mit feinen Nuancen aus Zurückhaltung, Ekstase und Obsession. "Tame me" ist dann wieder im obligatorisch-simplen Auf- und Ab-Modus und Punk mit Rotz, Schweiß und einem Wipe-out-Parkour. Mir gefällt das konsequente Switchen der Punk-Genres, das cool-lässige und exzessive Spiel mit Melancholie und Leidenschaft, die Spannung und Dynamik erzeugt, aber auch den typischen Retro-Sound produziert, der in "Rat City Dog Boy" zum Tragen kommt.

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