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Sirens of Crisis - Abyssos

Sirens of Crisis - Abyssos
Sirens of Crisis - Abyssos

Sirens of Crisis

Abyssos MC
Time as color
Flo, Thomas und Chris lautmalen ein sprunghaft-düsteres Klangbild, das bestückt ist mit einer geheimnisvollen Perspektive. Gelagert in destruktiv-verkrustete Strukturen obliegt dem Spiel ein melodisch-druckvolles Ambiente, eine nervenaufreibende Klanglichkeit, das wie in "Konvergent" im Sog von Doom und Sludge ein immens hohe Intensität aufbringt.

Das wunderbare Leadgitarren-Spiel produziert etwas Licht und bahnt sich seinen Weg durch die grau verhangene Wolkendecke, die Unheil verspricht. Selbst wenn der galoppierende D-Beat ertönt und alles niederzureißen versucht, hat "Abyssos" eine merklichen Thrill, den der Titel auch lautmalt: ein Totenreich, ein Ort, in dem der Drache als Teufel identifiziert wird und gefangen gehalten wird. Kein Wunder, dass Religion und Punk eines gemein haben: es wirkt mitunter wie Opium, Musik wie ein Schmerzmittel, das die Symptome verstärkt. In den schleppenden Passagen kannst du noch zum Trost eine Blume zwischen zwei Abgründen pflücken, bevor die aufgestaute Fülle des Schmerzes nun mit vulkanischer Gewalt ausbricht. Insgesamt bietet "Abyssos" ein kompaktes jagendes, mitunter nervöses Tempo mit für das D-Beat-Genre erstaunlich großen Entfaltungsspielraum.

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