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THE REAL MCKENZIES - Beer & Loathing

THE REAL MCKENZIES - Beer & Loathing
THE REAL MCKENZIES - Beer & Loathing

THE REAL MCKENZIES

Beer & Loathing LP
Fat Wreck
1992 von dem Punkrock-Poeten Paul McKenzie gegründet, sind THE REAL MCKENZIES immer noch nicht müde und intonieren keltische Shanties und melodischen Punkrock, der mal balladesk-schunkelig („Overtoun Bridge“), hymnisch anmutig und ausgelassen ertönt.

Ebenjene Zutaten, die beim 25-jährigen Bandjubiläum wie ein wechselhaftes Fest garantieren, aber auch erstaunlich ernüchternd sind. „Big Foot steps“ und „Nary do Gooder“ sind klassische schnelle FolkPunk-Songs zum Mitfeiern und -tanzen. Was auffällt, ist die musikalische Entwicklung, die einige Songs dahinplätschern lassen wie etwa „Death of the Winipeg Scene“ mit langweiligem Rock und Metal inside, ohne großartige Akzente zu setzen. Vielleicht sind die Folgen der Meuterei noch nicht verarbeitet, denn auch „36 Barrels“ wirkt altersmüde und die rockigen Töne lassen den rebellischen Esprit vermissen. Nach der letzten Europatournee hat die Band Paul mitgeteilt, aufzuhören und die Zusammenarbeit zu beenden. Paul zog sich nach Berlin zurück und hatte innerhalb einer Woche neue Mitmusiker an Bord, um die im Sommer begonnene Arbeit zum neuen Album fortführen zu können. Aber der Funke springt nicht über. Der Titel „Cock up your Beaver“ ist ein Cover eines Liedes und Gedichts von Robert Burns aus dem Jahr 1972 und bezieht sich auf einen Gentleman-Hut in einer Zeit, in der alle hochwertigen Herrenhüte aus gefilztem Biberfell gefertigt waren. Das ist ja ganz nett gemeint, aber irgendwie auch nichtssagend und langweilig, was auch an Pauls gleichtönige Gesangsdarbietung liegt, die jegliches Feuer vermissen lässt. Es scheint, als hätten THE REAL MCKENZIES endgültig ihr Pulver verschossen und verharren in einer Art dunkler Gedankenwelten, die den Sinn und das Gespür für feierwütige Tanzmusik verloren haben.

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