· 

Sea-Watch 4 - erster Einsatz im Mittelmeer

Foto: Chris Grodotzki/Sea-Watch.org
Foto: Chris Grodotzki/Sea-Watch.org

Das vom Bündnis United4Rescue bereitgestellte Rettungsschiff Sea-Watch 4 kann zu seinem ersten Einsatz ins Mittelmeer aufbrechen. Die Aktivist*innen freuen sich sehr, dass der Einsatz der Sea-Watch 4 nun auch von Ärzte ohne Grenzen medizinisch unterstützt wird. Die Partner*innen werden bis mindestens Ende des Jahres die medizinische Notfallversorgung an Bord übernehmen, wozu auch der Betrieb der Schiffsklinik gehört.

Das vierköpfige medizinische Team, einschließlich einer Ärzt*in und einer Hebamme, wird durch zwei Mitarbeiter*innen für Kommunikation und für die Belange besonders schutzbedürftiger Personen ergänzt. Die 21-köpfige Crew von Sea-Watch trägt weiterhin die operative Verantwortung für das Schiff sowie die Rettungseinsätze. 

Infos zu United4Rescue

United4Rescue unterstützt als unabhängiger, gemeinnütziger Verein die zivile Seenotrettung auf dem Mittelmeer. Im Januar 2020 ermöglichte United4Rescue den Kauf der Sea-Watch 4 als zusätzliches Rettungsschiff. Darüber hinaus unterstützt United4Rescue auch andere zivile Seenotrettungsorganisationen, damit niemals ein Rettungsschiff aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht auslaufen kann.
Das Bündnis vereint mehr als 550 große und kleine Organisationen, Initiativen, Unternehmen, Vereine und Stiftungen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen. Bündnispartner*innen sind u.a. der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), World Vision Deutschland, der Koordinierungsrat der Muslime und die Evangelische Kirche in Deutschland.

Foto: Chris Grodotzki/Sea-Watch.org
Foto: Chris Grodotzki/Sea-Watch.org

Die Sea-Watch 4 und das breite Bündnis United4Rescue aus zivilgesellschaftlichen Akteur*innen sind die Antwort auf die rassistische Politik der europäischen Staaten, die täglich Menschen bewusst ertrinken lässt. EU-Flugzeuge beobachten das Ganze aus der Luft und koordinieren immer wieder illegale Rückführungen in das Bürgerkriegsland Libyen. Während in den vergangenen Monaten tausende Menschen versuchten, in seeuntauglichen Booten Libyen zu entfliehen, verweigerten Malta und Italien Menschen in Seenot die Rettung und schlossen ihre Häfen für NGO-Schiffe. Sea-Watch 3, sowie die beiden Rettungsschiffe Ocean Viking und Alan Kurdi der Organisationen SOS-Méditerranée und Sea-Eye bleiben weiterhin wegen angeblicher Sicherheitsmängel in Italien festgesetzt oder werden mit nicht erfüllbaren Auflagen am Einsatz gehindert.
Ein gemeinsames Statement findest du hier.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0