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PROUD TO BE PUNK #34

PROUD TO BE PUNK #34
PROUD TO BE PUNK #34

PROUD TO BE PUNK #34
100 DIN-A-5-Seiten; €2,50.-
jan.sobe@t-online.de
Jan engagiert sich im #Hikefor-Projekt, welches Jugendliche und Geflüchtete Hilfsprogramme bietet, um diese „im Rahmen sozialer und emanzipatorischer Arbeit zu begleiten und zu stärken, damit sie sich organisieren und ihre Bedürfnisse als Gruppe kommunizieren und dafür selbstbewusst eintreten können.“

Sven Limberg (u.a. AIDSCATS) liebt Huchting und Punk, beides gehört für ihn untrennbar zusammen, was er in zwei Büchern dokumentiert hat. Seine oft musikalischen, mitunter abenteuerlich und gesellschaftlich spannenden Erinnerungen schildert er auf fast 350 Din-A4-Seiten in „Anarchy in Huchting – Die Geschichte des Punk in Huchting 1977-2020“ und in seinem autobiografischen, umfangreichen Dokuroman, der schlicht „Anarchy in Huchting“ heißt.
„Vergesst New York, vergesst London, Hamburg, Berlin und Düsseldorf, der Hotspot des Punk war und ist seit den ersten Tagen Huchting. Punk Rock City Huchting", fasst er seine Sicht der Szene zusammen, geprägt von Gewalt, Musik und dem Jugendzentrum Huchting als Zentrum der Subkultur. Jan stellt beide Bücher vor und befragt Sven ausgiebig über Huchtinger Punks und seinen Verästelungen.
„Migantifa Berlin“ vereint der Wille, „eine neue Welt möglich zu machen“.
Jan skizziert die „Mainzer Straße“ und fokussiert sich im Artikel auf Songs mit Kontext um den Kampf der besetzten Häuser sowie auf die Räumung am 14. November 1990, die zur Straßenschlacht eskalierte.
Mit „Stino – Von West nach Ost durch Berlin 1990“ stellt Jan ein weiteres Buch vor, dass hieran anknüpft, zum einen auch ein Stück Geschichtsarbeit aus der Perspektive der Unterdrückten und Ausgebeuteten leistet, zum anderen ein Stück solidarische Bewegungsgeschichte zur Berliner Hausbesetzung erzählt. Wie schon zuvor führt Jan im Anschluss ein Interview mit dem Autor, dessen Erlebnisse deutlich machen, dass die Besetzung eine Aktion gegen den damaligen Wohnungsnotstand war.

Gesamteindruck:

Jan liest viele Bücher mit Punk-Bezug, die er in der aktuellen Ausgabe ausgiebig vorstellt und deren Autoren er zum Teil mithilfe von Manuel (SCHRAIBFELA-Fanzine) ausquetscht. Die Umsetzung ist strukturiert in mehreren Blöcken/Abschnitten aufgebaut und in dieser Form auch wie ein zeitgeschichtliches Archiv sortiert, was im Übrigen auch für die weiteren Rubriken im Zine gilt. Und es kann dazu führen, dass Antifa und linke Politik handlungsfähig bleibt,  Menschen sich Gedanken machen und sich der Geschichte zu erinnern. In diesem Sinne vermittelt Jan in seinem aktuellen P.t.b.P. auch Zeitgeschichte und Wissen aus der Perspektive der Unterdrückten und Ausgebeuteten durch Raumaneignung und die anarchistische Einstellung des Punk.


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