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Quicksand - Distant Populations

Quicksand - Distant Populations
Quicksand - Distant Populations

Quicksand

Distant Populations LP
EPITAPH
Wenn es einen roten Faden gibt, der sich durch das neue Album zieht, dann ist es vielleicht dieser: "Einerseits sind alle so eng miteinander verbunden", sagt Mastermind Walter Schreifels, "andererseits sind sie so weit voneinander entfernt und so wahnsinnig aufgeregt über alles." Dieser scheinbare Widerspruch mag der Kern dessen sein, worum es in 'Distant Populations' geht.

Der Titel stammt aus einem Text der Anarcho-Crust-Punk-Band Nausea, in dem es um "destitute populations" geht; wegen des starken Akzents des Sängers verstand Schreifels den Text fälschlicherweise als "distant populations" und assoziierte ihn sofort mit diesem Konzept. "Wir schauen uns also gegenseitig in den sozialen Medien an und wissen, was jeder macht", sagt er und weist auf eine traurige Ironie hin. "Diese seltsame Dualität - unsere gleichzeitige Existenz in individuellen Beziehungen und als Teil der Massengesellschaft - wird in allen Tracks mit Kraft und überraschender emotionaler Wucht untersucht, wobei schneidende und scharfe lyrische Passagen in Tracks wie dem pulsierenden "Colossus" hervorstechen: "Entfremdung - von wem oder was, bleibt oft unausgesprochen - und Einsamkeit werden regelmäßig thematisiert, sei es subtil ("Sometimes it's better just to keep on traveling" aus "Phase 90") oder klar und deutlich ("Living just around the corner/Share the same existence/Doesn't make a difference/Deconstructed, isolated" aus dem Schlusstrack "Rodan"). Kombiniert man diese Gefühle mit der mitreißendsten, kraftvollsten Musik, die die Band je geschaffen hat, erhält man ein wirklich unvergessliches, extrem zeitgemäßes Hörerlebnis. Angetrieben von Gefühle und Konzepte wie es sich in der eigenen Lebenserfahrung auswirkt und wie man auf unterschiedliche Weise davon betroffen ist. In der Umsetzung gibt es Klangbilder von Grunge bis Alternative Rock, gewieft und spieltechnisch wie in "Phase 90" da angesiedelt, wo das Gefühl besteht, gemütlich von einem Ort zum anderen zu latschen, neue Musik im Ohr zu entdecken, wenn du im Plattenladen unter "Alternative" stöberst und mit der 'Distant Populations' unterm Arm aufgeregt und glückselig nach Hause schlenderst. Musik für alle Gelegenheiten, und fast wäre es so, als ob dir jemand dabei zuschaut, wie du dich für die Party zurecht machst.


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