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TRUST #209

TRUST #209
TRUST #209

TRUST #209
68 DIN-A-4 Seiten; €3,50.-
Trust Verlag, Dolf Hermannstädter, Postfach 110762, 28087 Bremen
https://trust-zine.de/
 Dolf besucht eine Lesung und kritisiert den „Schleier als Zeichen der Freiheit“ als Heuchelei. Jan Röhlk  macht Aufräumarbeiten im eigenen Textarchiv und Mika sinniert über plattdütsche Konversation als Bewahrung und Erhalt einer Mundart, die er gerne weitergeben würde.

Sarah hat ein gewisse innere Leere, die ihr die Frage „hochtreibt, was eigentlich unter welchen Umständen und mit welchen Mitteln an dem, was Scheiße läuft, veränderbar ist“ und meint, dass es neben parolenhaftes im Punk mehr geben muss.
Claas Reiners interviewt den Singer/Songwriter/politischen Aktivisten David Rovics, der im letzten Jahr 50 Songs mit Bezug auf die COVID-19-Pandemie geschrieben hatte und nichts dagegen hat, dass seine Songs für einen gute zweckentfremdet werden.
Jan Röhlk wühlt sich durch DOC SKATEROCKs aka Flow J. Hofmeisters Arbeiten zu Skate-History und Skateboard Music der 6oer und 70er Jahre. Flow plädiert für einen weniger uniformierten Stil, als für mehr Freiheit, wo Leute mehr DIY-inspiriert sind.
Claas lässt Kirstys Texte für DOLLARS FOR DEADBEATS erklären, die einen sehr persönlichen Bezug haben und an Momente erinnern, alles hinzuschmeißen, an die sie sich nicht mehr erinnern möchte und die Leute dennoch Kraft schenken könnte, die ihre Songs /Texte hören.
Bela stellt mit Tünay Akdeniz den „Godfather of Turkish Punk“ vor, während Benni, Sam, Marc und Rocko von GLASSES erklären, wie ihre Songs in der Pandemie entstanden sind. Letztendlich geht Mika erneut auf Spurensuche wie nachhaltig Vinylproduktion sein kann und interviewt David und Johannes von duophonic.

Gesamteindruck:

Mika Reckinnen zeigt eine erhöhte Innovationsbereitschaft, Themen aufzuspüren, um das TRUST aus dem Zine-Alltag herauszuholen. Mit mehr Mundart und Nachhaltigkeit regt Mika einen Diskurs an, der ermutigen soll, neugierig und experimentierfreudig zu sein. Viele von uns verbringen so viel Zeit mit Analysen und kritischen Bewertungen, dass es oftmals schwerfällt, Gedanken aus neuen Perspektiven zu betrachten. Wenn das so weitergeht, wird das TRUST noch erfrischend anders.

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