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Modern Stars - Psychindustrial

Modern Stars - Psychindustrial
Modern Stars - Psychindustrial

Modern Stars

Psychindustrial LP
Miacameretta Records
Andrea Merolle, Barbara Margani und Andrea Sperduti mixen Kraut und Rüben zu einem spacigen psychedelischen Trip. Dabei gibt es auch sehr fokussierte, reflektierte Inhalte, die sich bspw. wie in Artificial Wombs mit der modernen Sklaverei beschäftigen und ist eine Hommage an Frauen*, sich hieraus zu befreien. Ich verfalle bereits nach dem Opener "Hypnopaedia" in Trance und bin schier willenlos, überhaupt eine Aktion durchzuführen.

Abgesehen davon besitzt das Album eine klare Handschrift und Zielsetzung: Es besteht aus hypnotischen Klängen, die von Klassikern der dystopischen Literatur beeinflusst sind, mit klarem Bezug zu George Orwells 1984 und Aldous Huxleys "Schöne neue Welt". Das Album erzählt die Geschichte eines imaginären Protagonisten, der von den Werten der kapitalistischen Gesellschaft desillusioniert wird und die Notwendigkeit versteht, seine Individualität zu definieren, um zu überleben und menschlich zu bleiben. Ruhig und besonnen, oftmals aber auch eintönig. Spannend sind die vokalen Kontraste. Barbaras Sopran-Stimme ist schon ein Qualitätsmerkmal. Die Musik soll wie eine Reise klingen, mir fehlt es an Schwung und Abwechslung, da sich die monotonen, sich wiederholenden Passagen wie ein buddhistisches Beschwörungs-Ritual im Downtempo-Rhythmus anhören. Das kann vielleicht dabei helfen, eine andere Ebene in einer besonderen Dimension zu erreichen. Ich indes gehe gleich lieber mit dem Hund an die frische Luft und genieße die Schönheiten in der Natur.


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