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PLASTIC BOMB #117

PLASTIC BOMB #117
PLASTIC BOMB #117

PLASTIC BOMB #117
48 DIN-A-4-Seiten; € 3,50.-
Plastic Bomb, Heckenstr. 35, 47058 Duisburg
https://www.plastic-bomb.eu/wordpress/
    Ronja erklärt das Dilemma über dem derzeitigen Rohstoffmangel, der auch die Vinyl-Presswerke und Papierbranche betrifft. Das hat Folgen für Labels, Fanzines und letztendlich auch für die Kund*innen. Schlossi interviewt Luise Fuckface (TTCHIK), die sich ja bereits in den vergangen P.B.-Ausgaben über Sexismus geäußert hatte. Nun aber geht es um die neue Platte, um Gefühle, Macker und um ihre Taubenmutti-Funktion.

Ullah begibt sich auf die Spuren des Schlagers und reist als The Hoff-Fan mit Schauspiel-Kollege Donis gen Florian Silbereisen-Mekka, um in der VIP-Lounge mit Koks und Nutten der Challenge beizuwohnen. David von duophonic beschreibt das derzeitige Problem, warum große Labels und Presswerke die Punk-Subkultur „kaputt machen“: Rohstoffmangel, hohes Produktionsaufkommen durch Majorlabel-Aufträge (Repress), steigende Kosten, begrenzte Produktion.
ALARMSIGNAL erklären die „Ästhetik des Widerstands“, wobei Bulli glaubt, dass Punk „ruhiger geworden und älter geworden ist“. Basti skizziert die unheimliche Allianz zwischen Nation Of Islam/Black Muslims und der extremen Rechte in Amerika. Elijah Muhammad und v. a. Malcolm X denunzierten die Bürgerrechtsbewegung als Vertreter der bereits assimilierten schwarzen Mittelschicht und forderten einen strikten, rassistischen begründeten Separatismus. Am Sonntag, den 25. Juni 1961, erschienen zehn Mitglieder der American Nazi Party (ANP) auf einer Veranstaltung der Nation of Islam (NOI) in Washington, D.C. Wie sich herausstellte, war es unverhohlener Antisemitismus, der als Bindeglied zwischen den beiden Gruppen dienen konnte. Während ANP-Gründer George Lincoln Rockwell vor Judenhass geradezu überschäumte, unterstützte Elijah Muhammad einige rassistische Theorien, darunter die Lüge, Juden hätten den Sklavenhandel finanziert.
Kyaw Kyaw (REBEL RIOT) liefert Einblicke und Entwicklungen hinsichtlich der Punk-Bewegung in Myanmar, in der mehr junge Frauen* bereit sind, ihren Feminismus offen auszuleben.


Gesamteindruck:

Mit den Rubriken Freiraum, Frauen*/FLINTAs im Punk und Geschichten aus der Gruft werden starke Akzente gesetzt, die zum größten Teil männliche Vorstellungen eines von „krankhaft verzerrten Idealen“ (zitiert nach Luise Fuckface) geprägtes Systems thematisieren/ dekonstruieren.

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