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Apfelmus zur Apocalypse

Apfelmus zur Apocalypse
Apfelmus zur Apocalypse

Apfelmus zur Apocalypse
Jan Krieger
68 Seiten (DIN-A-5-Hardcover); € 6,66.-
2. Auflage
stadtmandat-ol@web.de
Info: Eine Pandemie hat die Welt verändert. Nachdem Saskia eine Nachricht ihrer besten Freundin Lisa erhalten hat, macht sie sich trotz  staatlich verordneter Ausgangssperre auf dem Weg zu ihr. Der Anfang eines Abenteuers. Sie treffen auf ihrer Odyssee auf Neo-Nazis, Cops und eine von Attila Hildmann angeführte Untergrund Armee, sowie auf eine militaristische Geheimdienst-Organisation.

Sie alle sind auf der Suche nach einem USB-Stick, auf dem sich die geheime Formel zur Eindämmung der Pandemie befinden soll. Die eifersüchtige Sarah hingegen möchte nur, dass Lisas Freund Tom sich in sie verliebt. Dafür ist ihr jedes Mittel Recht, während sich die Ereignisse zunehmend überschlagen.

Hintergrund: „Apfelmus zur Apokalypse“ ist das dystopische und unterhaltsame Ergebnis eines Round Robin Experiments. Round Robin ist eine Technik des kreativen Schreibens, bei der mehrere Autor*innen gemeinsam an einem Text schreiben und die vor allem im Bereich der Science Fiction angewendet wurde. Jan Krieger ließ diese Tradition wieder aufleben und rief zu Beginn des ersten Lockdowns auf der Seite seines STADTMANDAT-Fanzines Interessierte dazu auf, sich an dem Literaturprojekt zu beteiligen. Insgesamt 26 Personen schlossen sich dem Projekt an. Wer welchen Beitrag zur Geschichte beigesteuert hat, wird nicht verraten und bleibt das Geheimnis des Herausgebers.

Gesamteindruck:

Die Mitschreiber*innen haben sich die Freiheiten herausgenommen, um das „Lockdown-Road Movie“ zu nutzen, um mit Feindbildern wie Verschwörungsideologen, Polizei abzurechnen oder die Coronapandemie zu analysieren. Die Genres  Thriller, Crime, Abenteuer, Science Fiction werden vermischt. Doch so ideenreich die Mitschreiber*innen auch an die Fragmente anknüpfen und die Story zunehmend spannend „erzählen“, fällt das Ende abrupt ins Absurde ab, was darauf schließen lässt, dass Jan und Mitschreiber*innen ihr Ziel aus den Augen verloren haben. Das ungenügende Ende soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, das die Story an sich vielfach spannend und manchmal überzogen ist, sich zu einem richtigen Thriller entwickelt, der wiederum mit eingestreuten Songtexten – passend zur jeweiligen Situation – ergänzt wird. Ein offenes Ende wäre besser gewesen, denn die Story bietet genügend Stoff für weitere Entwicklungen und Wendungen. Auch ohne Apfelmus!

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