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Yana Yo – Als Super 8 ein Lebensgefühl war

Yana Yo
Yana Yo

Nach einer Buchhändlerlehre studierte Yana von 1979 bis 1984 in Berlin „Bildende Kunst“ bis zum Abschluss als Meisterschülerin.
Yana hat Anfang der 80er Jahre mehrere Kurzfilme auf Super-8 gedreht. In einer Zeit des sogenannten Kalten Krieges, wo der Alltag von Ängsten eines atomaren Krieges begleitet wurde. West-Berlin war eine Insel, das Leben hier zugleich beschaulich und exzessiv.

Die wachsende Hausbesetzer*innen-Szene wurde militanter. Anfang der 80er-Jahre war die Hausbesetzer*innenbewegung in West-Berlin eines der großen Themen der Politik. Demgegenüber entwickelte sich eine kreative, subversive Subkultur, die auf viele Menschen eine Anziehungskraft ausübte. Einige sahen in der Mauer weniger ein Symbol eines Unrechtsstaats, sondern vielmehr eine künstlerische Herausforderung. In den 80er-Jahren gab es viele Leute, die nach West-Berlin gerade gekommen sind, weil sie bestimmte Qualitäten gesehen haben, zum Beispiel eine bestimmte Zeit, die man braucht, um etwas zu entwickeln. Es gibt eine Reihe von Filmen, die die Zustände festhielten und skizzierten. So ist „B-MOVIE: Lust und Sound“ in West-Berlin über die Musik- und Künstler*innenszene Berlins in den 80er Jahren ist Liebeserklärung und Dokumentation in einem. Alles ist immer in Bewegung, neue Bands gibt es in ständig wechselnden Konstellationen.

„Pommes Frites statt Körner“; 1981
„Pommes Frites statt Körner“; 1981

„Pommes Frites statt Körner“ lautet der Titel des 7-minütigen Kurzfilms von Yana aus dem Jahr 1981, einem experimentellen Super-8-Film über die klaustrophobische „Inselstadt“ West-Berlin. Mit „Normalzustand“ schneidet Yana fahrende Panzer, Nahkampfszenen, Supermarktregale, einen brennenden Dummy aus Plastik, dazwischen verrissene Bilder nächtlicher Straßen zu einem apokalyptischen Super-8-Kurzfilm zusammen. Der Film funktioniert wie ein Videoclip zum Katastrophensong von Fehlfarben. Es folgen weitere Filme auf Super-8 mit Musik von DAF (Gehindieknie...; Die Architektur der Teilung, Muttererde mit Musik von MALARIA! (1982) u. a. 1989 ist Yana nach Köln gezogen, lebt und arbeitet seit 2020 in der Eifel, ist bei „Bündnis 90/Die Grünen“ aktiv. Ihre Underground-Filme und Bilder werden auf Ausstellungen gezeigt. Mich haben Yanas künstlerischen Arbeiten zwischen Dada, Subkultur und zeitgenössischem Gesellschaftsporträt und ihr Gespür fürs Absurde und Abseitige interessiert.


»Wir wollten uns vom Establishment distanzieren, haben das Leben als Experiment angesehen!«


Yana, die Filmreihe »Normalzustand« – Undergroundfilm zwischen Punk und Kunstakademie – vereint eine Auswahl von Experimentalfilmen, die in den späten 1970er- bis frühen 1990er-Jahren in Deutschland entstanden. Wie war deine Verbindung zwischen Punk und Kunst begründet?
Kunst und  Punk (später Post-Punk) waren in dieser Zeit in Berlin sehr miteinander verwoben, und ich war passender-weise seit 1979 Kunststudentin und lebte in Berlin.  
Die Hälfte meiner Freund*innen waren Musiker*innen, die andere Hälfte (Lebens-)Künstler*innen. Wir wollten uns vom Establishment distanzieren, haben das Leben als Experiment angesehen, waren gegen AKWs, für Multi-Kulti, haben nebenbei Häuser besetzt und alternativ gelebt. Mit Kunst Geld zu verdienen war völlig verpönt. Ich studierte Malerei an der Hochschule der Künste, machte aber zugleich Experimentalfilme, Ausstellungen, Performances und Tonstudio-Aufnahmen, wo ich u.a. zu Gudrun Guts1 Schlagzeug sang, was dann von John Peel in seiner Radioshow auf BBC ausgestrahlt wurde. Geld habe ich damit nicht verdient.

Betrachtest du Film als subversive Kunst? Wie „subversiv“ kann Kino heute noch sein?
    Für mich bedeutet subversive Kunst eine Form der Zerstörung von Sehgewohnheiten, um neue Sichtweisen zu erschaffen. Film als Teil der Künste kann ebenso wie Literatur oder Malerei dazu beitragen, Ungewöhnliches zu vermitteln oder Wissen völlig neu zu präsentieren. Das umfasst auch politisch heikle Fragen und das vorurteilsfreies Betrachten sozialer, politischer und ökonomischer Realitäten. Gerade habe ich z.B. eine neue Doku auf ARTE gesehen: „Unterm Radar“ zum Thema „Wege aus der digitalen Überwachung“, auf die ich aufmerksam geworden bin, weil mein Sohn Rubin den Filmton dafür gemacht hat. Diese Themen finde ich momentan sehr interessant, weil sie sich mit der Unterwanderung eines alles beherrschenden Systems befassen. Subversion 2.0.

In Düsseldorf war es die Nähe zwischen Kunsthochschule und dem Ratinger Hof, in Berlin der Einfluss von Punk auf die JUNGEN WILDEN. Unter dem Begriff der „Neuen Wilden“ oder auch „Jungen Wilden“ wird im Allgemeinen die deutsche neoexpressive Kunst der 1980er Jahre zusammengefasst, die sich in Berlin, Hamburg und Köln zentrierte. Findest du dich da wieder?
    Anfang der 1980er Jahre habe ich mich selbst unter dem Label der „Jungen Wilden“ verortet, da ich bei Helmut Middendorf einen Super 8-Kurs belegte und bei Karl-Horst Hödicke studierte, der als „Vater der Jungen Wilden“ galt. Dies und viele Kontakte zu dieser Szene z. B. im „Exil“ haben mich damals sehr beeinflusst. Ebenso meine Besuche im „Ratinger Hof“ und bei Düsseldorfer Künstler*innen und Musiker*innen. Die Kölner*innen habe ich erst nach meinem Umzug 1989 nach Köln kennengelernt, da waren sie schon Legende.
Meine ersten Filme wurden dann auch durch Teilnahme an einigen Ausstellungen Anfang der 1980er Jahre („Im Westen nichts Neues“, „Volkskunst“ und „Berlin Notes“) in diesen „Jungen Wilden“-Kontext gebracht.
Für meine Soloausstellung in Hannover 1983 in der Galerie Odem wurde ich in der Zeitung ebenso als „Junge Wilde“ angekündigt. Dennoch gehörte ich eigentlich zur darauf folgenden Generation, die nicht mehr in dem Maße vom Hype berührt war wie die sogenannten „Moritzboys“2, die „Mühlheimer Freiheit“3 und die Düsseldorfer*innen und Hamburger*innen. Der Zug war schon abgefahren, bevor ich mit dem Studium 1984 fertig war.

Was war denn für dich Anfang der 80er Jahre in West-Berlin in dieser Hinsicht besonders reizvoll?
    Diese „Alles ist erlaubt“- Atmosphäre kam mir damals wie ein Versprechen der Freiheit vor. Ich war Anfang 20, studierte nach einer Buchhändlerlehre in der Provinz endlich Kunst und durfte in der großen Stadt machen, was ich wollte. Alles roch nach Untergang, Rebellion und Aufbruch und brach mit meinen bisherigen Seh- und Hörgewohnheiten. Mein Leben war so expressiv, experimentell und abenteuerlich wie die Kunst und Musik dieser Zeit.


»Alles roch nach Untergang, Rebellion und Aufbruch.«


Bands wie Einstürzende Neubauten, Deutsch Amerikanische Freundschaft, Der Plan, Palais Schaumburg, Die Tödliche Doris, Freiwillige Selbstkontrolle, SYPH, Fehlfarben waren Zeugnis dieser kreativen, experimentellen Ära, Punk, Avantgarde und Kunst zu verknüpfen. Wie entstand die Idee, dass du mit Super-8-Kamera ein Teil davon sein wolltest und so eine neue Ausdrucksform gefunden hattest?
    Diese Musik stand für Anarchie, Rebellion, Unangepasstheit und Kreativität. Da sie und einige ihrer Berliner Protagonist*innen täglich in meinem Leben präsent waren, wurde meine Sicht auf die Dinge dadurch stark geprägt. Auch durch die Freundschaften zu anderen Künstler*innen, die bereits mit Super-8 gearbeitet hatten oder auch im Versuchsstadium wie ich waren, sammelte ich erste Erfahrungen. Negativfilme organisierte Middendorf durch die Hochschule. Schon bald machte ich eigene avantgardistische Filmchen, angeregt durch alte Avantgarde-Klassiker und neue schräge Bands wie „Die tödliche Doris“ und viele andere. „U.V.A“ hieß dann auch unsere neue Gruppe von Super 8-Filmer*innen, die sich jeden Dienstag bei mir im Wedding trafen, um uns auszutauschen und Veranstaltungen zu planen. Die meisten dieser Leute hatten auch ihre Filme Padeluun4 für die Tour „Alle Macht der Super 8“ mitgegeben. Wir veranstalteten Projektionen an der Berliner Mauer und anderen Orten ohne Erlaubnis. Gleichzeitig haben wir unsere Filme im „Mitropa“, im „Risiko“ und „Café Central“ und in vielen anderen Off-Locations gezeigt.
Ab 1982 wurde es dann schon offizieller, als nach den Aufführungen in unserem av-Geschoss das Super 8-Festival „Interfilm“ entstand. Und die von mir mitgegründete Multimediale Band „Notorische Reflexe“ (Breshnev Rap) ging auf Tour durch Europa, gesponsert vom Goethe-Institut.


Wieso war Super-8 das ideale Format für den Undergroundfilm?
    Meine erste Kamera war eine sehr kleine und handliche Canon mit einem 1:1 Objektiv. Damit konnte ich sogar subversiv in Dunkelzonen filmen. Sie passte in meine Jackentasche und war immer dabei. Außerdem konnte ich die Filme zu Hause schneiden und brauchte kein Studio dafür. Das sorgte für große Unabhängigkeit im Gegensatz zu Video.

Woher hattest du deine Kamera?
    Ich hatte sie mir unter dem Gesichtspunkt „Muss in die Jackentasche passen und robust sein“ gekauft, finanziert über Tresentätigkeit im Café Mitropa. Ich weiß echt nicht mehr, wo ich sie gekauft hatte, aber die Kamera war auf jeden Fall gebraucht gekauft.

„Do it yourself“ lautete die Devise. Sei was du sein willst und fühle dich frei. Das klingt beinahe schon wieder hippiesk....Von wem oder was hast du dich in der Kunstform leiten/Inspirieren lassen?
    Sicherlich hat meine alternative Vergangenheit als jüngstes Mitglied einer Produzent*innengalerie und Mitbewohnerin einer Anarcho-Kommune in Ostwestfalen-Lippe Mitte bis Ende der 1970-er Jahre schon zu dem „hippiesken“ „DIY“  beigetragen. In Berlin gab es dann unzählige weitere Einflüsse, von der Punk-Musik über Avantgardefilme und Punk-Design bis zur Performance-Kunst.
Helmut Middendorf zeigte uns, einer kleinen Gruppe von Hödicke-Student*innen an der Hochschule unzählige Klassiker des Avantgardefilms, von den 1920er -1960er Jahre. Diese Filme haben mich sehr inspiriert, vor allem Vertov, Richter, Eggeling, Man Ray und später Kenneth Anger, Warhol und Yoko Ono und auch neue Experimentalfilme wie Christoph Drehers „Okay,okay, Der moderne Tanz“.5

Punk-beeinflusste Kunst und Kunst-beeinflusster Punk bündelten eine Reihe von Aspekten innerhalb des Arbeitsprozesses in der Punk- und Kunstgeschichte. Welche Aspekte waren das bei dir?
    Gesellschaftskritik war ein wichtiger Aspekt, Offenheit in der Kunst und Unabhängigkeit ebenfalls. Auch dieser Spruch von Herbert Achternbusch „Du hast keine Chance, aber nutzte sie“ hat mich geprägt. Aus heutiger Sicht habe ich einfach den Freiraum genutzt, den die damalige Melange aus Artschool, Street fighting, Mauerstadt und DIY bot. Es war nicht schwierig, Orte für die Aufführungen von Super-8-Filmen zu finden. Sie wurden von keiner Instanz oder Zensur kontrolliert. Padeluun hat für die Tour„Alle Macht der Super 8“ damals keinen einzigen Film abgelehnt, der eingereicht wurde.
Er hatte viele Original-Filmspulen im Gepäck, die sich während der Tour allmählich auf maroden Projektoren verschlissen haben. Ebenso haben wir selbst bei den vielen Aufführungen in Berlin unsere Filme auf alten Projektoren geschreddert. Es ging aber auch genau um diese Dekadenz. Nichts war für die Ewigkeit gedacht. Unabhängigkeit und das Leben im Jetzt waren wichtige Aspekte.

Du wolltest mit POMMES FRITES STATT KÖRNER in 5 Minuten 15 Minuten Länge Aspekte von Konsumkritik bis Kriegsangst aufgreifen. Wie ist dir das gelungen?
    Es war mein erster Film, und Gesellschaftskritik fand noch eher auf abstrakter und persönlicher Ebene statt. Es war meine eigene Sicht auf die Mauerstadt, Brandmauern und Abrissgebäude inbegriffen. Pommes aß ich vorzugsweise nachts um vier Uhr in der „Futterkrippe“ nach Besuch des „Risiko“.
„Pommes Frites statt Körner“ stand ursprünglich auf dem Badge, den ich selbst gebastelt und auf meiner Jacke installiert hatte, zusammen mit einem Wurst-Badge. Das war eine dünne Scheibe Salami, die schon nach ein paar Tagen in allen Regenbogenfarben schillerte und viele Menschen auf Distanz hielt. Es war zugleich auch eine Rebellion gegen meine Alternativen-ÖKO-Vergangenheit.
Der Lauf an der Mauer entlang war Ausdruck von ungezähmter Energie, aber auch von einem Rennen im Kreis in dieser Inselstadt, wo jede Himmelsrichtung Osten war.
Etliche Jahre später gab es übrigens eine sehr ähnliche Szene in „Lola rennt“, die dann einer spiralförmigen Struktur folgt.
Manches wurde auch Zwängen unterworfen und musste dadurch verändert werden. Nach dem Erscheinen der DVD „Alle Macht der Super 8“ schickte mir ein Musikwissenschaftler vom anderen Ende der Welt eine Mail, in der er mich fragte, ob die Musik zum Mauerlauf in „Pommes statt Körner“ wirklich die Originalmusik wäre. Als ich ihm erklärte, dass das Originalstück von „Richard Hell And the Voidoids“ aus rechtlich-finanziellen Gründen nicht auf der DVD erscheinen konnte, sondern ein Freund aus Berliner Tagen (Fred Heimermann) dafür extra einen neuen Track eingespielt hatte, war sein musikhistorisches Bild wieder zurechtgerückt. Konsumkritik bis Kriegsangst ist mir in „Normalzustand“ sicherlich direkter gelungen.

Wo du das schon erwähnst. Deine Collage in Normalzustand führt diese Aspekte weiter aus. Zu Fehlfarbens „Apokalypse“ schneidest du Alltagsszenen zusammen und experimentierst mit Kontrasten und Belichtungen. Tatsächlich warst du aber von Peter Heins Text inspiriert. Wie fanden denn Peter und Fehlfarben dein Ergebnis zum ersten Video einer ihrer Songs?
    Das war tatsächlich mein erster „Film zur Musik“, nun auf einem einzigen Song basierend. Er war kein Produkt zur Vermarktung wie bei Queen oder Michael Jackson, sondern sollte die Konsum-, Finanz- und Kriegskritik durch Bilder und Musik unterstreichen. Ich saß nächtelang am Küchentisch und habe die einzelnen Kader ausgezählt, um genau nach Takt und Text zu schneiden. Ich hatte mittlerweile sehr viel Material gefilmt und auch bei Freund*innen Filmreste aus dem Müll geholt. Daraus entstand dann diese apokalyptische Collage.
Keine Ahnung, wie Fehlfarben das fand. Ich habe nie ein Feedback von ihnen erhalten. Hat mich damals aber auch nicht interessiert.
Ebenso ging das mit DAF‘s Mussolini und meinem Film „Gehindieknieunddrehdichnichtum“, bei dem ich für das Ende mit der Musik von „Saal 2“ („ich habe Angst vor diesem Tanz“) jeden einzelnen Kader in rot und grün bemalt habe, um den Flicker zu erzeugen.
Auch deren Musik habe ich eher im stillen Einvernehmen verwendet (damals ging das noch einfacher), denn beide Filme liefen ganz oft öffentlich, u. a. auch im Tempodrom, wo auch Gabi Delgado von DAF zugegen war.

Was war denn für dich der Soundtrack der frühen 80er Jahre und hattest du auch mal überlegt, Bands live on stage mit Super-8 zu filmen?
    Es gab für mich keinen speziellen Soundtrack, sondern eine Melange aus Fehlfarben, Plan, Neubauten, Mania D, Thomas Voburka, afrikanischer Musik, Mönchsgesängen und vielen in den Hintergrund geratenen Underground-Bands.
Bei unserer Band „Notorische Reflexe“ habe ich manchmal on stage gefilmt, aber auch etliche Konzerte anderer Bands mit Super 8 mitgefilmt. Für den „1.Futurologischen Congress“ habe ich mal für eine Tour Filme produziert, mit „Matador“ zusammen einen Film und eine Performance gedreht, aber die „Genialen Dilletanten“ im Tempodrom habe ich zusammen mit Adi Schröder mit Video statt mit Super-8 dokumentiert, weil Adi eine Videokamera geliehen hatte, die viel länger aufnehmen konnte als diese 3 Minuten dauernden Super 8-Filme.

Hast du heute noch eine Super8-Kamera, mit der du filmst oder ist diese Phase endgültig abgehakt?
    Abgehakt. Heute gibt es das Mobile. Das ist noch kompakter und hat den Ton gleich mit drin.

https://www.yanayo.de

Fußnoten:

1. Mit Bands wie Mania D., Malaria! und Matador hat Gudrun Gut von Berlin aus Musikgeschichte geschrieben – und dies aktuell auch im Wortsinne getan: „M_Dokumente“ ist der Titel eines Buches, in dem sie zusammen mit ihren ehemaligen Bandkolleginnen Beate Bartel, Bettina Köster sowie diverse Wegbegleiter*innen und Expert*innen wie Nick Cave, Christine Hahn, Annett Scheffel oder Diedrich Diederichsen auf über 40 Jahre unter dem Motto „Mehr Kunst in die Musik, mehr Musik in die Kunst“ zurückblicken.

2. Rainer Fetting, 1949 in Wilhelmshaven geboren, studierte wie Yana Yo an der Hochschule der Künste in Berlin und war Ende der 1970er Jahre Mitbegründer und Protagonist der Galerie am Berliner Moritzplatz. Diese wurde von einer Gruppe junger Künstler*innen gegründet, die unter dem Begriff „Neue Wilde" oder auch „Moritzboys“ bekannt wurden. Ihre Malerei war emotional und direkt, heftig und sehr farbig und vor allem: gegenständlich.

3. 1979-84 bestehende Gruppe neoexpressionistischer Maler, die international erfolgreich war. Der Name geht auf den Gründungsort, ein Hinterhofatelier im Kölner Stadtteil Mülheim mit der Adresse Mülheimer Freiheit zurück. 

4. padeluun ist ein deutscher Künstler und Netzaktivist, der für digitale Bürgerrechte eintritt. Er gründete 1984 zusammen mit Rena Tangens das Kunstprojekt und die Galerie Art d’Ameublement. Ende der 1970er Jahre war padeluun in der Düsseldorfer New-Wave- und der Berliner Punk-Szene als Performance-Künstler und als Super-8-Filmer aktiv. Er war sporadisches Mitglied von Minus Delta t und ist einer der Protagonisten in Jürgen Teipels Roman Verschwende Deine Jugend.

5. Noch zu seiner Zeit als Filmstudent realisierte Christoph Dreher seit 1979 einige audiovisuelle Musikvideos für seine Postpunk-/Postrock-Band Die Haut (Der Karibische Western) und Nick Cave (Tupelo, The Singer und Mercy Seat), der Film OK OK – Der Moderne Tanz (zusammen mit Heiner Mühlenbrock), die Found-Footage-Studie Commercial – 40 One-Minute-Adventures in the World of TV (mit Gusztav Hamos) sowie das Spielfilm-Treatment Die Legionäre (mit Ellen El Malki). 

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