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ROMP #50

ROMP #50
ROMP #50

ROMP #50
40 DIN-A-4-Seiten; € 2,50.-
Romp Zine, Steinenstraße 17, 6004 Luzern, Schweiz
https://www.romp.ch/
    Der Verein «Pro Steinenstrasse» setzt sich für den Erhalt des schützenswerten Ortsbildes an der Steinenstrasse ein. Es soll in seiner Ursprünglichkeit und Einzigartigkeit erhalten bleiben. Von der Gentrifizierung betroffen ist auch der Info- und Plattenladen ROMP. Der aktuelle Stand der Dinge ist im 10. Teil immer noch sehr verwirrend, weil es viel um rechtliche, baubehördliche Inhalte, um Einsprüche und um Geklüngel, wo mensch schon mal die Übersicht verlieren kann.

Thrasher von MegaMosh und Trasher Prod. erklärt was Punker wie Metaller unterscheide /verbindet und wünscht sich, dass die Horde Trashers mit den lichtscheuen Punks nach den Konzerten zusammen feiert. In Graz herrscht kein punk-freundliches Klima. Dennoch gibt es ein paar Bands sowie Adressen, Locations, wo punk subkulturelle Angebote in Anspruch nehmen kann. Sascha, Ralle, Pete und Dima von FRNTALANGRIFF skizzieren ihre noch relativ kurze Band(entstehungs)geschichte und möchten „wieder ein schönes aggressives Projekt in die Deutschpunk-Musikwelt setzen“.
Mille von Red And Anarchist Sounds erklärt das Radio-Konzept. Dann gibt es ein Update zur Lage in Myanmar, wo es durch die Militärdiktatur auch ein Jahr nach der Machtübernahme für die subkulturelle Community immer schwieriger wird, sich offen zu zeigen, weshalb sich Online-Widerstandsbewegungen vernetzen. Für The Fired ist Punk der Background und „der rebellische Teil in uns“. Der Herausgeber erinnert in „Geschichten aus den 80ern“  an Schibi, einem Weggefährten und Mitbewohner, der offensichtlich für seine Drogengeschäfte eine Telefonzelle als Büro zweckentfremdet hatte und seine Alkoholausdünstungen in Kombination mit Schweißfüße „reines Giftgas“ waren.

Gesamteindruck:

Mit Abstand die beste Ausgabe seit langem. Die aktuelle Ausgabe bietet Persönliches, Politisches, in Verbindung mit DIY und widerständiger Subkultur aus der Nähe und aus aller Welt. Ein sehr differenzierter Blick auf Menschen, die Radio machen, in einer Band spielen, Veranstaltungen organisieren und Punk im Sinne der DIY-Idee aktiv mitgestalten.