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GENE GALAXO - Satan und Ischariot

GENE GALAXO - Satan und Ischariot
GENE GALAXO - Satan und Ischariot

GENE GALAXO

Satan und Ischariot CD
Confidence Records
"Gene Galaxo, der Mutant aus der Serie X5A" sang Udo Lindenberg, eine fiktive Person, die Mischkah Wilke für ein eigenständiges Bandprojekt nutzt. "Diese Stadt ist tot" ist ein älterer Song aus dem Gene Galaxo-Universum, der punkig-bluesig und mit E-Orgel wie ein antiquierter TSS-Song gelautmalt wird.

Der Song ist eigentlich das Standard-Gejammer von und für Berliner*innen gegen Gentrifizierung, Mietwucher und Spekulant*innen. Daran knüpft dann auch "Alles OK!" an, ein Mix aus Freddy Quinn, IDEAL und 60er Jahre Beat. Mischkah Wilkes notorisch schnoddrige Schnauze und der analoge Sound erwecken den Eindruck dass das Konzept aus Sponti-Rock, Polit-Ballade und dirty Blues eigenwillig und aus der Zeit gefallen ist und doch aktueller denn je ist. Das belegt vor allem "Hier und drüben", eine Ballade, die Rio und Udo vielleicht auch hätten spielen/singen können. Nicht um eine neue Sprache zu finden, um gegen Krieg, Vertreibung und Tod anzusingen, sondern um ähnlich wie "Jenseits von Eden" mit einer in der deutschen Popkultur unüblichen Poesie der rauen Umgangssprache dekonstruktives Sprechen zu kultivieren. Doch es geht auch anders: Wo bleibt mein Spaß fragt Mischkah und lässt es im grandiosen Zusammenspiel mit Schlagzeuger Nico Patzlaff, Hannes Neupert am Bass und Julia Beresikowa an der E-Orgel dirty old krachen im Ambiente von schweren Portwein, Kräuterzigaretten und Hausbesetzer*innen-Café inmitten von Alt-Hippies und Punks. Satan und Ischariot ist der KARL MAY-Soundtrack zu einer verrückten Hauptstadt-Hommage, "die trotz vieler Einbußen ihres ursprünglichen Charmes noch nicht komplett verloren ist".


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