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Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.

Na, auch schon ein persönliches Ziel vor Augen, was du dieses Jahr erreichen/verändern willst?
Ob Diät, Sport, Rauchen, Gewicht, Konsumverhalten, Beziehung. Das schlechte Gewissen plagt. Und ein „guter Vorsatz“ soll helfen, dich glücklicher zu machen oder abzulenken von deinem Unvermögen. So machst du dir selber gehörig Druck, wenn es darum geht, traditionelle Gepflogenheiten mitzumachen, die eigentlich von vornherein zum Scheitern verurteilt sind.

Du kaufst ein neues Fitnessgerät für zu hause und bist auch am Anfang sehr motiviert, etwas für deine Fitness zu tun. Doch schon nach ein paar Wochen steht das Ding im Keller oder schmückt ungenutzt eine E-Bay-Kleinanzeige. Ich war vorgestern bei dem Bio-Supermarkt meines Vertrauens zugegen, um festzustellen, dass die Kuchentheke von den Leckereien beinahe komplett leer gekauft worden ist. Die Verkäuferin mutmaßte, dass die Kund*innen keine Lust mehr auf Dominosteine und Gewürz-Spekulatius haben und anstelle dessen 8 bis 10 Stücke bioveganen Kuchen kaufen, um nicht mehr länger an Weihnachten erinnert zu werden. Ja, das kann man so machen. Im Wesentlichen sind die „guten Vorsätze“ geprägt von weniger. Weniger rauchen, weniger Fleisch essen, weniger Gewicht (und weniger Kuchen auf einmal kaufen) usw. Weniger ist also das neue Mehr: Mehr Öko, mehr Fitness, mehr Klimagerechtigkeit. Wenn du auf der Suche nach guten Vorsätzen bist, dann denke daran, dass der Weg zur Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert ist. Man nimmt sich oft viel vor, was man dann doch nicht einhalten kann. Also lass es am besten gleich bleiben. Denn es weht kein frischer Wind des Aufbruchs, wenn das erstrebenswerte Ziel gar nicht erreicht wird. Aber vielleicht gibt es ja etwas auf deiner To do-Liste, was du wirklich umzusetzen vermagst und imstande bist. Und helfen kann, das eigene Leben nachträglich besser zu verstehen. Eine bessere Ökobilanz erzielen. Auf Kriege verzichten. Gut, dass sind jetzt sehr ambitionierte Ziele. Aber im kleinen fängt es ja an. Vielleicht könnten wir uns für das Jahr 2023 folgendes vornehmen: Dinge, die man nicht ändern kann, nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen...und gleich damit aufhören.

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