
pogendroblem
Great Resignation LP
Kidnap Music
Zwischen „Alles oder nichts“ und „Es kann nicht mehr so weitergeh’n“ steckt die Generation Z fest – frustriert, resigniert oder endlich bereit, mal alles anzuzünden. pogendroblem liefern den
passenden Soundtrack dazu: eine Platte zwischen Nervenzusammenbruch und Aufbruch, irgendwo zwischen Selbstironie, Weltschmerz und dem verzweifelten Wunsch nach Veränderung.
„Great Resignation“ ist kein bloßes Buzzword-Album zur Burnout-Gesellschaft, sondern eine präzise Skizze davon, wie sich das Erwachsenwerden in einer kaputten Welt anfühlt.
Die Songs drehen sich um Lohnarbeit, kapitalistische Strukturen und den Clash zwischen Idealismus und Realität – alles durch die Mangel gedreht, bis nur noch der blanke Zynismus oder ein
trotziges Lächeln übrig bleibt.
Musikalisch klingt das wie ein Sturm aus Schrammelpunk, Post-Irgendwas und einem Hauch von Depression auf Speed. In Tracks wie „Kruste“ schlagen pogendroblem die Faust auf den Tisch – laut,
wütend, kathartisch. Dazwischen blitzen fragile Momente durch, in denen die Band kurz innehält, um zu fragen: „Wie soll man das alles eigentlich aushalten?“
Was bleibt, ist Ernüchterung – aber eine, die nicht lähmt, sondern anstachelt. Great Resignation ist kein Abgesang, sondern ein ehrliches Protokoll des Durchhaltens. Pogendroblem schrammeln sich
durch den kapitalistischen Overkill und liefern dabei einen der wenigen authentischen Soundtracks für die Generation „Es reicht jetzt“.
