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Pound Land - Mugged (Audiophile Edition)

Pound Land -  Mugged (Audiophile Edition) LP
Pound Land - Mugged (Audiophile Edition) LP

Pound Land

Mugged (Audiophile Edition) LP
antigen records
Das Album wurde an einem einzigen Tag in den Tremolo Studios in Stoke-on-Trent live aufgenommen und ursprünglich 2024 von Cruel Nature Records auf Kassette sowie in einer limitierten Auflage als handgeschnittene 12"-Vinyl veröffentlicht.
Diese Audiophile Edition wurde von Pete Maher (U2, Nine Inch Nails, Nicole Scherzinger) neu gemastert.

Das Duo Nick Harris und Adam Stone hat das Album mit Rich Lamell am Bass, Steve Taylor am Schlagzeug und Jo Stone am Saxofon eingespielt. Unterstützt werden sie zudem von Jase Kester (Omnibadger, Omnibael), der mit Elektronik experimentiert und die ohnehin schon chaotische Klanglandschaft weiter zersetzt.
Schon der Opener "Living In Pound Land" klingt wie ein dystopischer Albtraum – eine klanggewordene Paranoia irgendwo zwischen 1984 und Schöne neue Welt. Heulende, verzerrte Vocals und das hysterisch quietschende Saxofon reißen den Hörer in eine Welt aus dissonantem Lärm und anarchischem Jazz-Wahnsinn. Erinnerungen an The Fall oder die radikal übersehenen No Trend drängen sich auf – Musik als Widerstand, als Verweigerung jeder harmonischen Ordnung.
"Spawn Of Thatcher" macht aus politischem Zorn eine physische Erfahrung. Der spoken word-Gesang, vorgetragen als Hasstiraden in Poetry Slam-Manier. Im Kontrast dazu wütet die Musik als improvisierte Mischung aus noisigem Psych-Punk und politischem Nihilismus. 
Mit "Flies" graben Pound Land tief in der anarcho-punkigen Unterwelt der 1980er, wo Bands wie Crass, Flux of Pink Indians einst die Hörer*innen mit klanglicher Rohheit herasuforderten. Das Resultat ist  eine nihilistische Klangwand und Lo-Fi in Reinform – ein verzerrter Mittelfinger an Perfektionismus. 
"Power To The People" breitet sich über mehr als neun Minuten aus – ein monolithisches Stück, das zwischen dronigem Doom und industrieller Militanz oszilliert. Hier treffen Melvins-artige Schwere und maschinelle Rhythmik auf revolutionäre Energie – der perfekte Soundtrack, um Barrikaden zu stürmen.
"Pistol Shrimp" steigert diese düstere Vision ins Apokalyptische. Es kanalisiert den existenziellen Wahnsinn von Killing Joke, lässt den Hörer in eine alles verschlingende Schwärze taumeln – kathartisch, beängstigend, brillant. Danach klingt "Broken In Two" fast klassisch: ein ruppiger Gruß an Black Flag, getränkt in Zynismus und Hardcore-Wut.
Das fast zehnminütige "Shish Doner Mix Apocalypse" bewegt sich auf dem Grenzstreifen zwischen Spoken Word, Postpunk und politischer Satire. Trotz oder gerade wegen seiner sperrigen Struktur entfaltet es eine hypnotische Wirkung.

Fazit:
Mugged ist kein Album, das gefallen will. Es ist ein Schlag ins Gesicht der Hörgewohnheit – ein fiebernder, dissonanter, politisch aufgeladener Noise-Sturm. Pound Land schaffen hier eine beunruhigende, faszinierende Klangwelt voller Lärm, Chaos und bissiger Intelligenz.


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