
Die Heiligen Scheine
Fans sind Sklaven
https://karlnagel.bandcamp.com/album/fans-sind-sklaven-das-verm-chtnis
Andy Berger, Karl Nagel, Michi Koslowski, André Paulsen und Tommy Rehnberg waren DIE HEILIGEN SCHEINE – eine Truppe, die melodischen Punk mit rauen Kanten servierte: hymnisch, offensiv, bissig.
Ihre Songs fahren rein wie JA!-Korn zum Frühstück, wie “Nudeln mit Ketchup” nach Feierabend oder wie eine zünftige Orgie im Nonnenkloster. Immer bereit für Sticheleien und Witzeleien, für Ironie,
Parodie und alles dazwischen.
Man schunkelt, pogt und brüllt lauthals mit, ohne unbedingt zu bemerken, dass hier und da auch mal der eigene Punk-Heiligtumsschrein liebevoll demoliert wird – und hinter der Bühne ein Grinsen
gezündet wird. Was früher “Im Wagen vor mir” war, ist heute “Büschen figgen” – immerhin unterhaltsamer als manch hemmungslose Erotiknummer, die nur auf plumpen Triebreiz setzt.
Hier gibt’s Blut und Schweiß, ein schneidiges Solo, Barré-Akkorde im Gleichschritt und Fäuste hoch – gegen Kuschelrock, gegen süßliche Liebeslieder, gegen Belanglosigkeit. Provo-Punk mit
Crossover-Drive, tight gespielt und mit dem altbewährten Erfolgsrezept: Der Punk-and-Roll-Swindle funktioniert eben immer noch. Solange “Punkfans” alles feiern, was ihre Lieblingsband auftischt,
als wäre Punk eine Religion oder “Alles was du willst”.
Bislang nur digital, Vinyl wäre geilomat!
