
Ferox22
Right back to the Start EP
Keep It A Secret Records
Mit ihrer EP Right Back to the Start liefern Ferox22 eine kleine, aber äußerst feine Hommage an den kalifornischen Melodic Punk der 90er – und das ohne jede Spur von Nostalgiekitsch. Arne am
Bass, Falko am Schlagzeug und Torben an Gitarre und Mikro haben ihr Herz hörbar „am rechten Fleck“, wie man so schön sagt: Sie tragen ihre Emotionen offen, legen sie gelegentlich in die Hand der
Skatebrigade, aber zerbrechen nie daran – ein Balanceakt, den nur ehrliche Musik schafft.
Die Songs sind rifflastig, energiegeladen und trotzdem nie eindimensional. Man spürt deutlich die Einflüsse aus dem Fat Wreck- und Epitaph-Umfeld: schnelles Drumming, melodische Leads, eingängige
Hooks und diese typische Mischung aus Lockerheit und Dringlichkeit, die Skatepunk so besonders macht. Doch Ferox22 kopieren nicht – sie adaptieren. Ihr „high risk“-Punk wirkt geerdet, lebendig
und aufs Wesentliche reduziert: kein unnötiges Image, kein Beiwerk, keine aufgesetzte Coolness.
Stattdessen setzen die drei auf Oldschool-Vibes, Authentizität und Spielfreude. Die EP fühlt sich an wie eine Einladung zum sommerlichen Cruisen: Fenster runter, Skateboard ins Auto und auf die
Straße. Man merkt, dass die Band keine Experimente braucht, um herauszustechen – sie vertraut auf das, was Punk seit jeher stark macht: Melodie, Haltung und Leidenschaft.
Fazit: Right Back to the Start ist ein kompaktes, kraftvolles Skatepunk-Statement einer Band, die genau weiß, wo sie herkommt – und wohin sie will. Eine runde, ehrliche EP für alle, die
90s-Melodic-Punk nicht nur hören, sondern miterleben wollen.
