
Easy Living
Hardcore bleibt hässlich MC
https://www.instagram.com/easyliving.pv/
This is easy living, not easy listening. Der Motor brummt, läuft heiß und klingt jederzeit so, als würde er mit einem letzten Zucken auseinanderbrechen. Genau in diesem Spannungsfeld aus Gefahr,
Dringlichkeit und roher Energie entfaltet die Band ihr Hardcore/Powerviolence-Bollwerk.
Die Vocals sind keine Bitten, sondern verbale Attacken: hell, gleißend, manchmal im wechselseitigen Modus keifend, immer direkt ins Gesicht. Sie treffen wie Splitter, die den Kadaver-Esser*innen
das letzte Fetzchen Fleisch im Hals stecken lassen. Der Sound dahinter? Eine Wand aus Lärm, die wie ein wütender Schutzschild gegen faschistische Parolen und rechte Verblendung wirkt. Keine
Harmonielehre, kein Schönklang – das hier ist ein Frontalangriff.
„Du hast Schiss, ich finds geil, unsere Attitüde: cancel Style!“ – dieser Satz bringt die Haltung auf den Punkt. Alles auf Anschlag, alles politisch aufgeladen, alles in Bewegung. Marx, Oi! und
die Lust am Krawall bilden eine explosive Mischung, die das Hinterland nach 10 Minuten wahlweise entkernt oder gereinigt zurücklässt.
Wenn Hardcore bleibt hässlich durch ist, fühlt es sich an, als hätte Easy Living einmal mit dem Flammenwerfer durch die sozialen, ethischen und moralischen Verhältnisse gezogen – und sie dabei
eigenwillig wieder geradegerückt.
