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Heckspoiler - Bock Auf Stress

Heckspoiler - Bock Auf Stress

Heckspoiler

Bock Auf Stress
Noise Appeal Records
Heckspoiler melden sich zurück – und zwar so, wie ma’s in Oberösterreich gern hat: ned viel reden, glei a Watschn. „Bock auf Stress“ fühlt sich an wie der Moment, wenn dir im Proberaum die Kickdrum die Leber massiert und du dir denkst: „Jo, passt scho, glei no lauta!“

Das dritte Album ist weniger Platte, mehr Schlag ins Nervensystem. Bass und Drums prügeln nach vorne, wie zwa Deix-Figuren auf Red Bull: bissl daneben, komplett ehrlich, brutal energetisch. Die Texte wechseln zwischen kryptischem Grant, schwarzem Humor und Zeilen, die klingen, als hätt ma sie im Halbschlaf auf ein zerknülltes Wirtshaus-Serviettl geschrieben – und genau deswegen funktionieren sie.
Soundtechnisch: keine Gefangenen. Metal, D-Beat, Thrash und Punk werden zu einem toxisch-geilen Gulasch verrührt. Das Ganze scheppert wie ein Baucontainer, der im Vollsprint die Donau runtergrindet. Massives brachiales Moshpit-Futter, der Soundtrack zum Abriss einer einsturzgefährdeten Mehrzweckhalle irgendwo zwischen Linz und Steyr.
Heckspoiler – also Thomas Hutterer und Andreas Zelko – beweisen wieder mal, dass zwei Menschen mehr Krach, Druck und Energie erzeugen können als fünf Gitarristen, die glauben, ihr Pedalboard sei eine Persönlichkeit. Das Duo aus OÖ klingt so reduziert wie ein kaputter VW-Bus, aber so brachial wie ein Presslufthammer nach drei Kaffee. Der Rhythmus wummert, brodelt, schäumt – wie eine Mischung aus Acid, Herzrasen und dem Moment, in dem dir die Sicherung rausfliegt, du aber weiter spielst.
„Bock auf Stress“ ist ein Album wie ein grantiger Handschlag: direkt, dreckig, sympathisch ungeschönt. Und wer danach noch ruhig sitzen kann, hat offensichtlich zu wenig Stress im Leben. 


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