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MIRROR HANDS - s/t

MIRROR HANDS - s/t MC
MIRROR HANDS - s/t MC

MIRROR HANDS

s/t MC
Unvanquished Records / Strange Horizon Records
Dark Wave, Post Punk im Midtempo Bereich und HAndclaps-Effekte. MIRROR HANDS produzieren eine neblig-sanftes Klangmuster, in dem das Klangbild  - wie in "Forgotten" - kurzfristig mit einem angeschlagenem Riffing für Hard Beat-Melodien sorgen. Ansonsten wird aber im immergleichen Rhythmus und Stil die Nacht und die Welt besungen wie sie dunkel und verloren erscheint. Die Monotonie des Rhythmus und die konstant pulsierenden Synth-Wave-Klänge sind dabei weniger Mangel als vielmehr ästhetisches Prinzip: MIRROR HANDS setzen auf Wiederholung als Stimmungsträger.

Drumcomputer und Handclaps ticken stoisch vor sich hin, während die Synthesizer in kühlen Schleifen kreisen und eine distanzierte, fast entrückte Atmosphäre erzeugen.
Gerade diese Gleichförmigkeit wirkt hypnotisch. Die Songs drängen nicht nach vorn, sie treiben – wie Nebelschwaden durch leere Straßen. Der Gesang bleibt zurückgenommen, teilweise beschwörend, teilweise resigniert, stets eingebettet in ein dichtes, aber weichgezeichnetes Klangbild. Wenn gelegentlich – wie in „Forgotten“ – ein kantigeres Riff oder ein härterer Beat aufscheint, wirkt dies umso stärker, weil es den ansonsten streng eingehaltenen Midtempo-Rahmen kurzzeitig aufbricht.
Insgesamt bleibt s/t eine bewusst reduzierte Veröffentlichung, die ihre Wirkung aus Atmosphäre statt aus Abwechslung bezieht. Wer dynamische Wendungen oder stilistische Überraschungen sucht, wird hier kaum fündig. Wer sich jedoch auf die monotone Konsequenz einlässt, findet ein geschlossenes Dark-Wave-Statement, das Nacht, Isolation und urbane Melancholie mit kalter Eleganz vertont.


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