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Ich! Ich! Ich! – Donald Trump spielt Weltpolitik

Es gibt Diktatoren, es gibt Imperatoren, und es gibt Donald J. Trump. Der Unterschied? Die ersten beiden wussten wenigstens noch, dass man Mitspieler braucht. Trump hingegen bevorzugt das Monopoly ohne Mitspieler – ein Spiel, bei dem er gleichzeitig Bank, Würfel, Spielregel und Gewinner ist.

Venezuela? Abgesetzt. Wer regiert jetzt? Ich!
Internationale Diplomatie? Überbewertet. Ich!
Völkerrecht? Lag wohl im Karton unter „Ereigniskarten, die niemand liest“.

Trump bewegt sich auf dem geopolitischen Spielbrett wie ein Cäsar im Golfcart: Daumen hoch für Loyalität, Daumen runter für den Rest der Welt. Wo andere Politiker jahrelang verhandeln, zieht er im Hauruck-Verfahren direkt über Los – kassiert 200 Dollar, erklärt sich selbst zum Sieger und wundert sich anschließend, warum die Mitspieler plötzlich den Tisch verlassen.

Grönland ist in dieser Logik kein Land, sondern eine freie Immobilie: viel Grün, wenig Menschen, perfekte Lage. Dass dort jemand lebt? Details. Im Trump’schen Weltbild ist die Erde ein schlecht bewachtes Brettspiel, und wer zuerst zugreift, bekommt die Parkstraße inklusive Hotel.

Und während anderswo Menschen für Machtmissbrauch ins Gefängnis gehen, geht Trump gedanklich gleich mehrere Runden weiter. Kritik? Wird nicht widerlegt, sondern übergangen. Wer widerspricht, landet nicht im Kerker – das wäre ja altmodisch –, sondern auf der Abschussliste der Tweets, in der Kategorie „Feind des Spiels“.

So regiert der Mann, der sich die Welt macht, wie sie ihm gefällt: ohne Regeln, ohne Mitspieler, aber mit unerschütterlicher Gewissheit. Denn am Ende steht auf jeder Karte, in jeder Regierungserklärung und in jedem Spiegel immer nur ein Name:

Ich.

Und falls das jemand kritisiert, gilt die wichtigste Regel des Trumpopoly:
Wer die Spielregeln infrage stellt, hat das Spiel nicht verstanden.
Oder schlimmer noch: Er wollte mitspielen.


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