
Lachsfarbe Links
prime time MC
No Expectation Records
Mit in Hall getränkten Kellerräumen, knarzenden Wipe-out-Riffs und einem Hauch Tarantino-Eskalation beschwören Lachsfarbe Links auf Wrapped in Trash einen Dämon, der direkt aus den Wiener
Untergründen nach oben kriecht. Ein Labyrinth aus Bunkern, Katakomben und feuchten Kellerräumen bildet das natürliche Biotop dieser Musik. Im schummrigen Licht werden dort rohe, fuzzdominante
Songs gedrescht – einfach gestrickte Strukturen, die durch dreckigen Fuzz und Feedback zur hässlichen Schönheit mutieren.
Kakerlaken-Pogo trifft auf Poetry Slam-Attitüde, während Wild Fires Blues I–III den Hörer endgültig in eine psychedelische Dauerschleife zieht. Das Ergebnis: fiebrig, räudig, hypnotisch. Kurz gesagt – totale Versenkung in alte Brauereikeller und geheime Verbindungsgänge, die einen faszinierenden Kontrast zum Wiener Schmäh bilden und die Musik als Zufluchtsort für subkulturelle Produktionsstätten beleuchtet.
