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WORST ADVICE - Candybars and stars

WORST ADVICE - Candybars and stars LP
WORST ADVICE - Candybars and stars LP

WORST ADVICE

Candybars and stars LP
Not Sorry Records
WORST ADVICE sind ein Trio – und genau so klingt „Candybars and Stars“ auch: schnörkellos, direkt und mit der Energie einer Band, die lieber den Verstärker aufreißt, als an Studio-Feinschliff zu feilen. Zwischen College-Punk-Vibe und melodischem Uptempo-Punkrock entfaltet sich ein Debüt, das Herz und Haltung gleichermaßen zeigt.

„Worst Dancers“ eröffnet mit Bubblegum-Charme, der allerdings nie ins Klebrige kippt. Klar, die Hooks sitzen sofort, doch unter der zuckrigen Oberfläche arbeiten kantige Gitarrenriffs und ein treibendes Rhythmusfundament. Kein Highspeed-Gebolze, sondern druckvoller Vorwärtsdrang mit genug Luft zum Atmen. Der Sound wirkt wie eine Autofahrt bei offenem Fenster – Fahrtwind im Gesicht, aber immer mit Bodenhaftung.
Auffällig ist der raukehlige Gesang, der den Songs die nötige Erdung verleiht. Dadurch gewinnen selbst die eingängigsten Refrains an Charakter und entziehen sich jeder Beliebigkeit. WORST ADVICE balancieren geschickt zwischen Eingängigkeit und rauer Attitüde – Pop-Punk, der nicht geschniegelt daherkommt, sondern Ecken und Kanten zeigt.
Ein Highlight: „I Don’t Care“, bei dem Betti von The Lovebites mitsingt. Der stimmliche Kontrast sorgt für zusätzliche Wärme und eine feine melancholische Note, die sich organisch in den treibenden Band-Sound einfügt. Gerade diese Mischung aus Herz und Rotzigkeit macht den Reiz des Albums aus.
„Candybars and Stars“ ist Nürnberger Pop-Punk mit Ohrwurm-Garantie – catchy Tunes, die sich festsetzen, ohne ihre Glaubwürdigkeit zu verspielen. Ein Album für verschwitzte Clubshows, Sommerabende und alle, die Melodie und Druck nicht als Widerspruch verstehen.


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