
AIN’T UR ENN
patience, aggressive! EP
Tomatenplatten
Das Lo-Fi-Rock-Projekt des jungen AIN’T UR ENN meldet sich mit einer neuen EP zurück: „patience, aggressive!“. Die drei Songs sind noch experimenteller und eigentümlicher als auf dem Vorgänger
Languish – und trotzdem besitzen sie wegen dem Bass-Lauf eine konstant groovige Eingängigkeit.
Noisy Riffs treffen auf Dub-Grooves, dazu mischen sich seltsam anmutende Töne und Geschrei ins Klangbild, das eigentlich nicht zusammenpassen dürfte – und genau das macht den Reiz aus.
Inhaltlich dreht sich alles um das Leben, das Erleben und den Hunger junger Künstler:innen in der heutigen Zeit.
Klanglich lässt sich das als „World Music mit Trance-Industrial-Anleihen“ beschreiben, doch im Kern hören wir: schrillen, überdrehten Gesang, groovigen Bass und ein hyperaktives Gitarrenspiel mit
Wah-Wah, ergänzt durch verspielte Triangel-Elemente, die wie bunte Farbtupfer wirken. LSD-getränkt und mit „Thank you for firing me“ sogar mit sarkastischem Hardcore-Einschlag. Avantgarde-Rock
zwischen Butthole Surfers und The Residents – roh, verspielt, experimentell.
Drei unterschiedliche Songs, die Appetit auf mehr machen.
