Hi Mum
Ghostwood LP
Rookie Records/Flight 13
HI MUM sind aus MAFFAI hervorgegangen. Auf ihrem Debüt verbinden sie rau angeschliffenen Rock mit eingängigen Pop-Momenten und einem Indie-Alternative-Charme, der klar auf DIY setzt: lieber
Club-Intimität als große Pose, lieber Unmittelbarkeit als kalkulierter Mainstream.
Atonal verzerrte Gitarren treffen auf den lässigen Geist des 90s-Slackerrocks. Suzanne Vega trifft Smashing Pumpkins. Hier entsteht ein eigenständiger, klug kuratierter Streifzug durch die
Ästhetik der 90er.
Atonal verzerrte Gitarren treffen auf den lässigen Geist des 90s-Slackerrocks. Suzanne Vega trifft Smashing Pumpkins. Hier entsteht ein eigenständiger, klug kuratierter Streifzug durch die
Ästhetik der 90er.
Im Songwriting zeigen die Nürnberger Printen ein feines Gespür für griffige Strukturen und subtile Pop-Affinität. Diese bleibt jedoch oft hinter dichten, fuzzgetränkten Gitarrenwänden verborgen –
wie ein kleines Geheimnis, das sich erst nach und nach erschließt.
Angeführt wird der Sound von Lillys Gesang, der leicht unterkühlt wirkt, fast wie durch eine Milchglasscheibe gefiltert – distanziert und zugleich nahbar. Die Songs bewegen sich meist im
Mid-Tempo-Bereich, scheuen aber weder balladeske Momente noch akustische Reduktion. So entsteht ein detailverliebtes Klangtagebuch, das Atmosphäre über bloße Wirkung stellt.
Auch inhaltlich zieht sich ein Faible für filmische Referenzen durch das Album – nicht nur im Album-Titel, sondern immer wieder in den Texten, die eine ganz eigene Ästhetik vermitteln:
cineastisch aufgeladen, von Gitarrenrauschen umweht und geprägt von spannungsvollen Wechseln zwischen Zurückhaltung und Ausbruch.
