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Social Distortion - Born To Kill

Social Distortion - Born To Kill LP
Social Distortion - Born To Kill LP

Social Distortion

Born To Kill LP
Epitaph / Indigo
Seit ihrem Aufstieg aus den Straßen von Fullerton, Kalifornien, Ende der 1970er-Jahre gelten Social Distortion als eine der prägendsten und einflussreichsten Punkbands überhaupt. Angefangen mit ihrem legendären Debütalbum Mommy’s Little Monster von 1983 bis hin zu Hard Times and Nursery Rhymes aus dem Jahr 2011 hat sich die Band um Sänger, Songwriter, Gitarrist Mike Ness immer wieder neu erfunden – ohne dabei jemals ihre Punkrock-Wurzeln zu verleugnen.

Schon früh war Ness ein leidenschaftlicher Schüler und Liebhaber des Rock’n’Roll. Geprägt von Künstlern wie den Rolling Stones, T. Rex, David Bowie oder Creedence Clearwater Revival und später inspiriert von den Sex Pistols und den Ramones, war für ihn klar, dass Social Distortion mehr sein sollte als „nur“ eine Punkband. Diese Haltung zieht sich durch die ersten sieben Alben der Band: Geschichten über Außenseiter, Gesetzlose, verlorene Liebe und ein Leben voller Höhen und Tiefen. Genau diese Ehrlichkeit und Authentizität machen Mike Ness für Fans weltweit zu einem der glaubwürdigsten Songwriter seiner Generation.

Nun – 15 Jahre nach Hard Times and Nursery Rhymes und wenige Jahre nach einer lebensbedrohlichen und überstanden Krebs-Erkrankung von Mike Ness – erscheint mit Born To Kill ein neues Kapitel der Bandgeschichte.
Auch wenn zwischen den Veröffentlichungen viel Zeit vergangen ist, hat Ness nie aufgehört zu schreiben. Die Aufnahmen entstanden zunächst in den berühmten Sunset Sound Studios und wurden später im Hillside Manor Studio fertiggestellt. Gemeinsam mit Produzent Dave Sardy produzierten Social D.  elf Songs – darunter Gastbeiträge von Lucinda Williams und Heartbreakers-Keyboarder Benmont Tench – sowie einige bislang unveröffentlichte Stücke, deren Ursprung bis zu 30 Jahre zurückreicht.

„Ich muss mit dem Mythos aufräumen, dass wir 15 Jahre gebraucht hätten, um dieses Album zu schreiben“, erklärt Ness. „Nach 'Hard Times...'  habe ich kontinuierlich weiter Songs geschrieben. Als es darum ging, Material für dieses Album auszuwählen, hatten wir über 40 Songs zur Auswahl.“

Mit Born To Kill wollte Ness den Geist seiner frühen Jahre einfangen. Für ihn ist das Album eine Hommage an den Beginn seiner Karriere: an Nächte in kleinen Clubs, ans obsessive Hören von Schallplatten und an die Entscheidung, trotz aller Widerstände eine eigene Band zu gründen. „99 Prozent der Welt haben uns damals gesagt, dass das niemals funktionieren würde. Heute haben wir etwas zu beweisen.“

Der Titelsong und Opener Born To Kill bringt diese Haltung in weniger als vier Minuten auf den Punkt – als Mission Statement für das Album und zugleich als Zusammenfassung von über 40 Jahren Bandgeschichte. Treibende Gitarren, kämpferische Texte, eingängige Melodien und der typische Groove von Social Distortion machen den Song zu einem kompromisslosen Statement.

Auch die weiteren Songs geben intime Einblicke in Ness’ Leben und Erfahrungen:*No Way Out reflektiert die Ereignisse, die seinen Weg geprägt haben, während The Way Things Were nostalgisch auf eine wilde Jugend in Fullerton zurückblickt.  Partners In Crime verbindet persönliche Texte mit einem rauen Drei-Akkorde-Sound zu einer echten Punk-Hymne.
 
 Die Musik der Band wurde von Fans weitergegeben – von Eltern an Kinder, manchmal sogar an Enkelkinder. Genau darin sieht Mike Ness die besondere Kraft ihrer Songs:

„Ich schreibe über Gefühle, Kämpfe und schwierige Zeiten. Aber genauso über Liebe und Freude. Ich versuche immer, menschlich zu bleiben. Unsere Musik war für viele Menschen Teil ihres Lebens-Soundtracks. Dass sie diese Musik an ihre Kinder weitergeben, ist für uns ein unglaubliches Geschenk und eine große Ehre.“

Crazy Dreamer ist ein schwülstiger Country-Song, und bei Wicked Game fühlt man sich stellenweise eher an Chris Isaaks Blue Hotel erinnert als an eine eigenständige Neuinterpretation. Doch Mike Ness und Social Distortion schaffen es spätestens mit dem grandiosen Abschlusstrack Over You, alles wieder geradezurücken: eine leidenschaftliche Verneigung vor dem wilden Rock and Roll der 60er Jahre und Punk von ’77, als Selbstzerstörung, Attitüde und Image oft wichtiger waren als Perfektion oder Anpassung.

Insgesamt wirkt Born To Kill wie eine Hommage an Punkrock und klassischen Rock’n’Roll aus Mike Ness’ persönlichem Archiv – ein musikalisches Potpourri seiner Erinnerungen, Einflüsse und inneren Dämonen. Wie so oft bei Ness werden seine Songs dabei auch zur Seelentherapie: ehrlich, rau, nostalgisch und voller gelebter Erfahrungen.

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