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MUELL - Arbeit

MUELL - Arbeit MC
MUELL - Arbeit MC

MUELL

Arbeit MC
muellhc.bandcamp.com
Hihihi, im Großbrief befand sich ein Cartoon mit persönlicher Botschaft, reichlich Konfetti und weiße Tennissocken mit dem Aufdruck „Work Death Balance“ und MUELL), sowie das Tape. Ganz schön ideenreich und kreativ. Aber es soll ja hier um Musik gehen. Dafür sorgt das Duo mit nihilistischen DeutschPunk im Charme der 1980er Jahre, mit CHAOS-Z-Sound, APPD (Arbeit ist Scheiße) und HC-Anleihen. Destruktive Botschaften, die gebrüllt werden, dass jede*r Jobcenter-Mitarbeiter*in Reißaus nimmt. Simpel gestrickt und mit Dissonanzen bestückt, werden Harmonien in Verlierer*innen-Modus getränkt, und wenn schon arm durch Arbeit, dann doch tanzen bis zum Ende oder bis zum Kater nach dem Feiern. 

3 Lieder auf einem Tape, die reichen, um dich beim Saufen vorm Jobcenter zu stärken oder wie Tommy von CANALTERROR mit „Saufbauch“ schon sang: „Lieber einen Bauch vom Saufen, als einen Buckel vom Arbeiten!“. So oder so, bleibt am Ende die Erkenntnis, dass Malochen krank macht und Verweigerung manchmal die einzig gesunde Antwort bleibt. MUELL liefern keinen Hochglanz-Punk, sondern räudigen, ehrlichen Krach mit Dosenbier-Attitüde und kaputtem Herzen. Kurz, roh und angepisst – genau so muss das sein. Wer bei den ersten Takten nicht wenigstens kurz den gelben Schein in Betracht zieht, hat wahrscheinlich längst innerlich gekündigt.


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