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Unplugged System - Absolut kein Punk

Unplugged System - Absolut kein Punk CD
Unplugged System - Absolut kein Punk CD

Unplugged System

Absolut kein Punk CD
Rock Zone Records
UNPLUGGED SYSTEM machen auf „Absolut kein Punk“ genau den Krach, den man sich zwischen warmem Dosenbier, kaputten Converse und verschwitztem AZ-Pogo erhofft. Kurze Songs, drei Akkorde, maximaler Hals — irgendwo zwischen Deutschpunk-Krawall, Thekenphilosophie und dem dringenden Bedürfnis, einfach alles scheiße zu finden. Gegründet 2021, klingt die Band so, als hätte sie seit Jahrzehnten nichts anderes gemacht, als in verrauchten Proberäumen gegen Alltag, Autoritäten und Arschlöcher anzuspielen.

Dabei geht es hier gar nicht um verkopfte Gesellschaftsanalyse oder verklausulierte Metaphern. UNPLUGGED SYSTEM sagen direkt, was nervt: Spießer, Besserwisser, rechte Vollidioten, Altpunks mit Szene-Polizei-Mentalität oder einfach dieser komplette Irrsinn namens Alltag. Das wird laut, stumpf, melodisch und mit genau der richtigen Portion Assi-Charme rausgehauen. Deutschpunk eben — nicht geschniegelt, sondern mit Bierflecken auf dem Shirt und Hass im Bauch.

Musikalisch bewegt sich „Absolut kein Punk“ irgendwo zwischen klassischem Straßenpunk, schnoddrigem Funpunk und Dosenbier-Hymnen, die nach durchgemachten Nächten und blauen Flecken riechen. Die Refrains sind gemacht für klebrige Clubböden, Mitgröl-Momente und Pogo bis die halbe Kneipe auseinanderfällt. Dabei besitzen die Songs trotz aller Rotzigkeit genug Melodie, um sich sofort festzusetzen. Schnunkel-Pogo statt Kuschelrock — und zwar konsequent.

Dass die Band neben all der Rotzigkeit auch Herz zeigen kann, beweist „Vorbei“. Eine herrlich schiefe Ballade für den letzten Rest Bier an der brennenden Tonne, irgendwo zwischen Lagerfeuerromantik und kompletter Selbstzerstörung. Genau solche Momente machen die Platte stärker als reinen Krawallpunk: Hinter dem Gebrüll steckt immer auch dieses typische Deutschpunk-Gefühl aus kaputter Hoffnung, Zusammenhalt und dem Versuch, sich irgendwie durch den Wahnsinn zu lachen.

„Absolut kein Punk“ will weder cool noch clever sein. Die Platte will Bier trinken, laut sein und den Frust rausbrüllen. Und genau deshalb funktioniert sie so gut. Musik für Menschen, die morgens schlechte Laune haben, mittags schlechte Nachrichten lesen und abends trotzdem noch mit erhobener Dose im Pogo landen. „Leck mich am Arsch“ — noch eins!

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