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Barking Poets - The Red

Barking Poets - The Red E.P.
Barking Poets - The Red E.P.

Barking Poets

The Red E.P.
Engineer Records
Bei der Mod-Legende The Jam hieß es einst „This Is the Modern World“, bei Barking Poets lautet die Parole nun „This Is the Modern War“. Der Opener der neuen EP macht dabei sofort klar, wohin die Reise geht: treibender Punkrock, angereichert mit PowerPop-Hooks und einer gehörigen Portion Mod-Attitüde. Das dominante Percussion-Spiel von Connor verleiht dem Song seinen unverwechselbaren Charakter, während die mehrstimmigen Refrains für einen hohen Wiedererkennungswert sorgen. 

Retro? Ja. Verstaubt? Keineswegs. Vielmehr gelingt der Band ein stilvoller Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Mit „The Mess I Made“ folgt ein schmissiger Punksong, der insbesondere durch seine gelungenen Tempowechsel und das prägnante Gitarrenspiel von Neil Murray überzeugt. Die Melodien sitzen, die Dynamik stimmt. Noch euphorischer wird es bei „Arizona“, bevor „Change Our Ways“ mit seinem unwiderstehlichen Refrain und jugendlichen Charme endgültig das Hitpotenzial der Band unter Beweis stellt.
Einen dunkleren Ton schlägt anschließend „Pure Blood“ an. Die melancholische Grundstimmung sorgt für einen willkommenen Kontrast zu den zuvor eher sonnigen Momenten der EP und verleiht dem Gesamtwerk zusätzliche Tiefe. Den Abschluss bildet schließlich „Losing Contact“, das sich von den Punk- und PowerPop-Wurzeln löst und sanft in schwerelose Klangwelten abdriftet. Hier blitzen Einflüsse auf, die eher an den emotionalen Post-Hardcore und frühen Emo von Bands wie Gray Matter oder Jawbreaker erinnern als an klassischen PowerPop.
Mit „The Red E.P.“ präsentieren Barking Poets sechs Songs ohne Ausfälle. Die Band verbindet eingängige Melodien, mod-inspirierte Eleganz und punkige Energie zu einem ebenso zeitgemäßen wie nostalgischen Sound. Eine EP, die Lust auf mehr macht.


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