
Red Lorry Yellow Lorry
Strange Kind Of Paradise
Cop International
33 Jahren haben RED LORRY YELLOW LORRY ein neues Album herausgebracht! Erschienen ist es bereits letztes Jahr im Sommer. Damit hatte ich nun wirklich nicht mehr gerechnet, und ich
hatte es auch nur zufällig mitbekommen.
Leider ist es nicht besonders aufregend. Es wirkt wie ein unmotivierter Abklatsch ihrer letzten Scheibe "Blasting off", die ich zugegeben, nach nochmaligen Hören nach etwa 20 Jahren wieder neu
entdeckt habe und gar nicht schlecht finde. Damals war ich nicht so gnädig gewesen, warum auch immer.
Der Titelsong der neuen Platte, sowie "Driving Black" und "The only Language" können mit der BLASTING OFF mithalten, die übrigen 7 Songs leider nicht. Naja, 33 Jahre sind eine lange Zeit. Aber es
hat auch was Gutes; ich habe mich mal wieder quer durch die Lorries gehört und dabei festgestellt, dass auf der BLOW (die 1989 ziemlich gefloppt war) drei bis vier sehr schöne Nummern (u.a.
"Happy to see me", Temptation") vertreten sind, und der alte Kram ("Hand on Heart", "Strange Dream", "Chance", "Happy", "He's read"!! usw.) ja sowieso zeitlos fantastisch ist.
Fazit: Die alten Sachen bringen es immer noch. Das neue Album leider nicht. Eigentlich schade, denn Ansätze waren durchaus vorhanden. Man hätte es nur konsequenter durchziehen
müssen. Aber immerhin hat die Platte dazu geführt, dass ich mich wieder mit den alten Sachen beschäftigt habe. So hat es ja doch etwas Gutes.
Rezension: Jörn Birkholz
