
MakaBar
Hinlänglich belegt
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MakaBar verbinden auf „Hinlänglich belegt“ genau das, was guter politischer Ska können sollte: Druck, Tanzbarkeit und klare Haltung. Die Band aus Erfurt nennt ihren Stil selbst Skank’n’Roll – und
das trifft den Nagel auf den Kopf. Hier verschmelzen Ska, Soul und Punk zu einem mitreißenden Sound, der sowohl im verschwitzten Club als auch auf der Festivalbühne funktioniert. Bläser treffen
auf treibende Offbeats, eingängige Refrains und eine ordentliche Portion Punk-Energie.
Das Ergebnis sorgt für breites Grinsen, schmerzende Waden und den unbedingten Drang, sofort loszuskanken.
Doch MakaBar liefern weit mehr als nur Party-Soundtrack wie in „Waschbärenmord“ oder „Festival-Franzi“. Ihre Songs verbinden Leichtigkeit mit politischer Klarheit, ohne jemals in platte Parolen
oder belehrenden Barrikaden-Punk abzurutschen. Gerade darin liegt die Stärke der Platte. „Geschichtslehrer“ setzt sich pointiert mit dem Geschichtsrevisionismus und den völkischen Erzählungen des
Rechtsextremisten Bernd Höcke auseinander und zeigt, dass antifaschistische Inhalte auch mit einem tanzbaren Groove transportiert werden können. Das gilt ebenso für „Spätschicht mit Hitler“:
klare Kante gegen Rechts, aber mit Witz, Charme und musikalischer Raffinesse. Lucky Punch!
Die Bläser setzen immer wieder glänzende Akzente, Gitarre treibt die Songs nach vorne und verleiht ihnen genau die Mischung aus Melodie und Druck, die Ska so unwiderstehlich macht. Gleichzeitig
sorgen die punkigen Gitarren und der raue Gesang dafür, dass „Hinlänglich belegt“ nie geschniegelt oder geschniegelt wirkt, sondern angenehm rotzig bleibt. Soulige Einsprengsel lockern das Ganze
zusätzlich auf und verleihen der Platte ihren eigenen Charakter.
„Hinlänglich belegt“ ist eine politische Ska-Punk-Platte, die Haltung und Unterhaltung nicht als Gegensätze versteht. Statt erhobenem Zeigefinger gibt es eingängige Songs, starke
Bläserarrangements und Texte, die im Kopf bleiben. So macht Ska nicht nur Spaß, sondern zeigt auch, dass tanzbare Musik und antifaschistische Botschaften hervorragend zusammenpassen. Wer Bands
wie Ska-P, The Busters oder RANTANPLAN schätzt und dabei eine ordentliche Portion Punk-Attitüde nicht missen möchte, kann in der MakBar Tag und Nacht verweilen und kann nicht genug davon
bekommen. Ein Album, das gleichermaßen zum Nachdenken und zum Tanzen animiert. Jeder Song ein Knaller!
