
OUTBURST
Devouring the Masses LP/CD
Violent Creek Records
Slayer hatten Reign in Blood, OUTBURST haben Written in Blood. Zufall? Wohl kaum. Die gemeinsame Schnittmenge ist die kompromisslose Liebe zu Speed- und Thrash Metal. Doch während Slayer ihre
Schneise durch die Hölle ziehen, legen OUTBURST noch eine ordentliche Portion räudigen 80er-Jahre-Thrash obendrauf und klingen dabei herrlich ungehobelt.
Philip Andreas singt und quietscht seine Vocals aus, als wäre er von einer Tarantel gestochen worden oder hätte sich in einen dauerhaft streitsüchtigen Kater verwandelt. Das ist anfangs
gewöhnungsbedürftig, entwickelt aber schnell einen ganz eigenen Charme. Max von Lobeck feuert dazu Gitarrensoli ab, bei denen sich die Zehennägel hochrollen, während Nico Schröder, Phil
Zimmermann und Tjorre Steffensen das Fundament mit messerscharfen Riffs und einem gnadenlos nach vorne prügelnden Rhythmus zementieren.
Hat man sich auf diesen Wahnsinn eingelassen, entfaltet sich ein Sound, der an eine wilde Kreuzung aus DRESDEN 45, ACCÜSED und japanischem Hardcore-Thrash erinnert. Keine Hochglanzproduktion,
keine modernen Spielereien – stattdessen rohe Energie, Aggression und kompromissloses Riffgewitter. Devouring the Masses kennt nur eine Richtung: Vollgas. Konsequent, gnadenlos und mit einer
gehörigen Portion Underground-Attitüde. Genau so muss Old SchoolThrash klingen, wenn er noch Ecken, Kanten und Biss haben soll. Schüttel dein Haar, Baby!
