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GALERIE des Entsetzens

Galerie des Entsetzens
Galerie des Entsetzens

GALERIE des Entsetzens
Die ungeschminkte Wahrheit über Mensch-Tier-Verhältnisse
v. Tobias Hainer (Lyrik), Chris Moser (Kunst)
52 Seiten (kartoniert); 9,90.- €
ISBN 978-3-86747-066-7
http://www.tierbefreier.de/schriftenreihe/band2/
Über das Buch:  Dieses Buch zeigt Tiere auf eine neue Art. Aus der Tierrechtsperspektive des Lyrikers Tobias Hainer und des Künstlers Chris Moser werden Tiere nicht als Objekte oder legitime Waren, ebenso wenig als Begleiter_innen und Freund_innen, sondern als ermordete und gewalttätig zur Ware gemachte Subjekte betrachtet und dargestellt. Er ist eine „Galerie des Entsetzens“, welche „die ungeschminkte Wahrheit über Mensch-Tier-Verhältnisse“ offenbart und die Qualen und Ermordung von (nichtmenschlichen) Tieren zum Ausdruck bringt.

Tobias Hainer ist Musiker, Lyriker und seit 15 Jahren Aktivist der emanzipatorischen Tierbefreiungsbewegung.
Chris Moser war als Künstler und Aktivist einer der Angeklagten im Wiener Neustädter Tierschutzprozess. Ihm wurde vorgeworfen ein „führendes Mitglied“ der Österreichischen Animal Liberation Front zu sein.
Dieser Band ist der zweite aus der neuen Schriftenreihe von die tierbefreier e.V., die vereinsnahen Themen und Autor_innen einen Platz bietet. Die gesamten Einnahmen aus der Schriftenreihe fließen in die Förderung von Tierrechtsaktivismus und vereinsinternen wie externen Tierrechtsprojekten.
Gesamteindruck: Im Vorwort schildert Andre Gamerschlag (die tierbefreier e.V.) die Verknüpfung von Tier (als Objekt)  in der Kunst, die sozialen Verhältnisse zwischen Mensch und Tier und wie Tiere durch den Kapitalismus degradiert werden.
Das Kooperationsprojekt ist ein Wagnis, denn die radikale Kunst von Chris Moser und die Lyrik von Hainer demonstrieren grundverschiedene Ansätze zur gestalterischen Anklage gegen Experimente mit Affen, gegen Massentierhaltung und Schlachthausbetriebe. Chris zeigt mit recht einfachen Mitteln wie Bleistift, Radiergummi und Kohle skizzenartige Porträts, die mit viel Rottönen detailliert den Tod und das Leid manifestieren. Die drastische Darbietung gewährt der/dem Betrachter/in eine Reflexion zu ethisch-moralischen Grundsatzfragen, zum Dilemma vom Umgang mit Würde und Wert im Mensch-Tierverhältnis.
Als Kontrast gibt es parallel zu jedem Bild eine Prosa-Versdichtung von Tobias Hainer, die gespickt ist mit Allegorien und Metaphern und den Prozess des menschlichen Mordens, Quälens und das Ausbeutungsverhältnis beschreibt. Glaube und Vernunft, Wirklichkeitsbezug und Verzweiflung spiegeln sich in wortgewaltigen Parabeln wieder, die menschliche ratio wird ad absurdum geführt. Das Strukturprinzip des Ausbeutungsverhältnisses wirkt in der Wortwahl alles andere als leicht verständlich, sind es eben doch die vielen Adjektive, die das Elend verstärken, erschweren aber die innere Einsichtigkeit, das wissenschaftliche Bemühen als Grauen, die Tätigkeiten im Schlachthausbetrieb konkret zu erfassen, da Tobias' Analyse bei der Formulierung zur Realität des Individuellen an Wirkungskraft verliert.

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