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Xenotransplantation: Es muss andere Wege geben

  Schlagen Schweinherzen eines Tages auch in Menschenkörpern? (Foto: mauritius images/Bearbeitung: SZ)
Schlagen Schweinherzen eines Tages auch in Menschenkörpern? (Foto: mauritius images/Bearbeitung: SZ)

Aktuell wird es in den Medien als großer Erfolg dargestellt, dass ein Münchner Forscherteam mit einer neuen Technik gentechnisch veränderte Schweineherzen in Paviane verpflanzt hat. Von fünf Tieren überlebten zwei fast ein halbes Jahr, bevor sie getötet wurden. Es ging insbesondere darum, mögliche Abstoßungsreaktionen beim Menschen nach der Transplantation zu unterdrücken.

Es wird bereits seit Jahrzehnten daran geforscht, Schweine gentechnisch so zu verändern, dass ihre Organe bei einer Transplantation in Menschen – der sogenannten Xenotransplantation – vom menschlichen Immunsystem weniger stark abgestoßen werden. Die starke Abstoßungsreaktion ist das eine Problem. Vor allem ist es ethisch höchst fragwürdig, Tiere gentechnisch zu verändern und sie gleichsam als „Ersatzteillager“ zu züchten. Xenotransplantationsversuche zählen zu den Versuchen, die für die Tiere (Paviane und Makaken) mit größten Schmerzen, Leiden und Schäden verbunden sind. Der Mangel an Spenderorganen muss auf andere Weise gelöst werden. Derzeit wird an der therapeutischen Nutzung von Stammzellen geforscht mit dem langfristigen Ziel, mit patienteneigenen Zellen neue Organe zu züchten, die patientenspezifisch sind und daher nicht abgestoßen werden.

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