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Westfleisch plant einen der größten Schweineschlachthöfe Deutschlands

In Hamm, Nordrhein-Westfalen, will der Westfleisch-Konzern die Schlachtkapazitäten des dortigen Schweineschlachthofes – das sogenannte „Fleischcenter Hamm“ – massiv erweitern. Statt den bisherigen 29.000 Schweinen würden dann künftig 108.000 Individuen pro Woche getötet. 5,5 Millionen Schweine im Jahr! Angesichts der multiplen Krisen in denen Gesellschaft und Tierproduktion stecken ist es absurd weiter Mittel in den Ausbau der Fleischproduktion zu stecken. Daher ruft das Bündnis Tierfabriken-Widerstand die Bevölkerung dazu auf sich in das öffentliche Genehmigungsverfahren einzubringen und dazu Protest und Widerstand zu organisieren.

Bisher von der Öffentlichkeit fast unbemerkt steuert die beantragte massive Erweiterung des Schlachthofes auf seine Genehmigung zu. Nur noch bis zum 13.5. kann jede:r dagegen eine Einwendung an die Genehmigungsbehörde in Hamm schreiben. In einer Einwendung können formlos persönliche und sachliche Gründe vorgebracht werden, warum der Schlachthof nicht erweitert werden darf. „Und davon gibt es viele,“ sagt Leo Bohns vom Aktionsbündnis Tierfabriken-Widerstand, das auf seiner Website 1 die wichtigsten Informationen zum Einwenden zusammengetragen hat.

Die massiven Klimafolgen der Tierhaltung sind wissenschaftlich bewiesen und ein Ausbau von Schlachtkapazitäten führt zu einem Ausbau der Tierhaltung. Einer Tierhaltung, die in ihren industriellen Maßen nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit unzähliger Menschen und Milliarden Tierleben zerstört und daher schon längst von der Bevölkerung abgelehnt wird. Der Konsum von Schweinefleisch in Deutschland sinkt zum Beispiel unaufhörlich.

„Der Krieg gegen die Ukraine zeigt, wie anfällig unser Nahrungssystem ist. Wir müssen weg von der Futtermittelproduktion, die einen riesigen Teil der weltweiten landwirtschaftlichen Flächen einnimmt. Wir dürfen nicht zusehen, wie Riesenkonzerne die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen weiter vorantreiben. Deswegen kann es kein ‚Weiter so!‘ mehr geben. Wir brauchen einen Abbau, keinen Ausbau der Tierhaltung. Wir brauchen eine ökologische und sozialverträgliche Landwirtschaft, die alle satt macht und niemandem schadet. Daher ist ein Protest gegen die Erweiterung dieses aberwitzigen und unzeitgemäßen Vorhabens nötig. Organisiert euch, geht auf die Straßen und schreibt Einwendungen. Gemeinsam verhindern wir diese Mega-Schlachtfabrik!“ appelliert Leo Bohns. „Neben Anwohner*innen rufen wir insbesondere auch Tier- und Umweltschutzorganisationen auf, sich gegen dieses Mega-Projekt zu stellen!“

Fußnote:

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