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AIMING - Sail & Wreck

AIMING - Sail & Wreck EP
AIMING - Sail & Wreck EP

AIMING

Sail & Wreck EP
Blackjack Illuminist Records
David und Jordan kredenzen einen Mix aus Ambient, Shoegaze und Wave. „Our Voices at the Bottom of the Ocean“ beginnt leicht tagträumerisch, mit Pop-Appeal und stoischem Rhythmus, bis im Intermezzo sägende Riffs die Eintönigkeit durchbrechen und der Kontrast aus Noise und Pop ein bizarres Klangbild ergibt. „First at the Accident“ setzt dann stärker auf Electro-Pop-Beats und nebulöse, weiche Vocals, die lange nachhallen.

 „Shit in the 80’s“ arbeitet ebenfalls mit einem ähnlichen Grundrhythmus, der durch Effekte erweitert wird und in den längeren instrumentalen Passagen einen durchaus tanzbaren Groove entwickelt.
Die Songs wurden im Laufe des Jahres 2025 im Heimstudio der Band geschrieben und aufgenommen, erforschen toxische Beziehungen, Nostalgie und die Angst, an den gleichen Orten gefangen zu bleiben – emotional wie geografisch – lange nachdem man eigentlich schon weiterziehen wollte.
Am Ende steht das Titelstück „Sail & Wreck“ als langsame Einschlafhilfe, die sich behutsam entfaltet: verhallte Flächen, reduzierte Melodien und ein fast schwereloser Rhythmus tragen den Hörer hinaus in eine Art klangliches Niemandsland. Hier kulminiert die Grundstimmung der EP – zwischen Loslassen und Festhalten, Drift und Stillstand.
Insgesamt wirkt Sail & Wreck weniger wie eine klassische Song-Sammlung, sondern eher wie ein zusammenhängender Zustand: verträumt, leicht entrückt, groovy und zurückhaltend. Wer sich auf die subtilen Verschiebungen zwischen Noise, Pop und Ambient einlässt, findet hier eine kleine, aber stimmige Momentaufnahme zwischen Melancholie und Eskapismus.


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