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UNDERDOG #51

UNDERDOG #51
UNDERDOG #51

UNDERDOG #51

Schwerpunkt: The Art of Punk – Subversive Ausdrucksformen
Vom brachialen Punk bis zum experimentellen Film

In unserem 2. Teil des Schwerpunktes, „The Art of Punk“, liegt der Fokus auf Subversion des sozialistischen Realismus und seinem Prinzip des „Kunst als Waffe“ durch einen Parallel-Realismus, der seine eigenen Tatsachen in Musik, Bild und Wort schaffte. Des Weiteren greifen wir die avantgardistische Tätigkeitsfelder Experimenteller Film und Fotografie auf und stellen KünstlerInnen und MusikerInnen vor, die Zyklen und Rhythmen des Alltagslebens in surrealen, fiktiven und realen Bildern festhalten, sowie eine subkulturelle, subversive Szene dokumentieren, in einen Widerspruch zur bürgerlichen Wirklichkeit.

Ende der 70er Jahre entwickelten sich in mehreren großen Städten in der DDR eine Misch-Szene aus Romantik, Expressionismus und Punk. Der Artikel „Punk zwischen Keller und Künstleratelier“ vertieft das politische Phänomen mit popkulturellem Hintergrund.
Daran schließt das Interview mit Michael „Pankow“ Boehlke an, der zur ersten Punk-Generation der DDR gehörte und u.a. Sänger der Punkband PLANLOS, später Projektleiter und Kurator der Ausstellung „ostPunk! too much future“ war, heute als Regisseur, Autor arbeitet und für das mitbegründete Multimedia-Archiv SUBstitut in Berlin eine umfangreiche Kollektion teils privater, teils professioneller Ton-, Film, Bild-Dokumente überwiegend aus den 80er Jahren der ehemaligen DDR zusammengestellt hat.
SANDOW entwickeln seit den achtziger Jahren eine eigene Klangsprache mit einem in ihrem Kulturraum adäquaten und subversiven Gesamtausdruck. Eine Vielzahl von künstlerischen Einflüssen, die gefiltert, gespiegelt und verformt werden, finden über viele Jahre hinweg Einzug in den Schmelztiegel der Bandarbeit SANDOWs. Wir unterhielten uns mit dem Sänger der Band, Kai-Uwe-Kohlschmidt, der heute auch als Autor/Regisseur Hörspiele produziert und Arbeiten für Kino, Fernsehen, Radio und Theater produziert und Expeditionen unternimmt.
Julia Ostertag ist Musikerin, Regisseurin, Drehbuchautorin betreibt ihre eigene „one-woman-Film“-Produktion, ist mit Araiza Andrade durch Europa gereist und hat mit „Noise & Resistance“ die internationale DIY-Punkszene dokumentiert. Demnächst feiert ihre neueste Produktion, Dark Circus, Premiere, ein fantastischer Horror Film über einer jungen vom Leben gelangweilten jungen Frau, die unter den Straßen Berlins ein Paralleluniversum entdeckt und mehr und mehr in den Bann eines magischen Kultes gerät.
Abschließend unterhielten wir uns mit Göran Gnaudschun, der künstlerische Fotografie und bildende Kunst studiert und die „Russian Speed-Folk“-Band 44 LENINGRAD mitbegründet hat. Göran hat 4 Jahre lang Punx auf dem Berliner Alexanderplatz besucht, oft vom Nachmittag bis spät in die Nacht. Nicht nur als Beobachter, sondern auch als Teilnehmender und hat viele Porträts festgehalten und versucht, in den Bildern etwas freilegen, was mensch oft verschüttet glaubt: innere Integrität, Selbstbewusstheit und auch Schönheit. Schönheit dort, wo mensch sie kaum erwartet.
+ CD

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