UNDERDOG #53

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UNDERDOG #53

Schwerpunkt: Nachhaltiger Aktivismus

In unserer Schwerpunktausgabe thematisieren wir „Nachhaltigen Aktivismus“, stellen Aktionsgruppen und AktivistInnen aus der Tierbefreiung-, Umwelt/Klima-, Antifa- und Refugee-Bewegung vor. So unterschiedlich ihre Ziele, Handlungsstrategien und Inhalte auch sein mögen, so haben sie doch eins gemein: Nachhaltigkeit. Nachhaltig ist Aktivismus zum Einen dann, wenn sowohl die Außen-Wirkung von längerer Dauer ist und/oder weitere Veränderungen mit sich zieht.

 

Zum Anderen ist Aktivismus nachhaltig, wenn er sich an den persönlichen Ressourcen der aktivistisch wirkenden Person orientiert, so dass diese von ihrem Tun profitiert und möglichst keinen Schaden nimmt. So können und werden Konzepte erarbeitet, mit denen die Überwindung gesellschaftlicher Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten sowie eine stärkere Teilhabe aller Beteiligten an gesellschaftlichen Prozessen angestrebt wird und die den Anschluss an gesellschaftliche Diskurse suchen.
Wir stellen Personen vor, die Workshops und Vorträge zu Thema anbieten, stellen einige Aktionsgruppen vor, die nicht nur Protest und Widerstand äußern, sondern eine innere Wirksamkeit aufzeigen und auch auf Sabotage-Aktionen zurückgreifen, um Tiere aus Käfigen zu befreien, um rechte Demonstrationen, Kundgebungen oder Infoständen zu stören oder KlimaaktivistInnen mit Guerillamethoden gegen Braunkohletagebau von RWE kämpfen.
Wir unterhielten uns mit Timo Luthmann, der das Konzept von einem „Nachhaltigen Aktivismus“ erarbeitet hat. Das beinhaltet das Lernen aus sozialen Kämpfen, strategisches politisches Handeln, sowie individuelle und kollektive Strategien zur Stärkung unserer Widerstandskraft, um langfristiges Engagement zu ermöglichen.
Des Weiteren führten wir mit 2 BesetzerInnen des Hambacher Forst ein Interview.
Der Hambacher Forst, nahe Köln gelegen, soll nach den Plänen des Energieriesen RWE komplett zerstört werden für den „Hambacher Tagebau“, das größte Baggerloch Europas. Für die AktivistInnen ist der widerständige Protest wichtig, weil durch den Raubbau nicht nur regionale Lebensgrundlagen, als auch das Weltklima und die Gesundheit der Menschen bis in den Raum Köln hinein, zerstört werden.
Wir unterhielten uns auch mit AktivistInnen von „No Lager Osnabrück“, eine antirassistische, politische Gruppe aus Geflüchteten und UnterstützerInnen. Gemeinsam organisieren die AktivistInnen politische Proteste und vernetzen sich mit Menschen und anderen  Gruppen in ganz Deutschland.
Tierbefreiung Dresden ist eine Ortsgruppe des tierbefreier e.V., die sich solidarisiert mit TierbefreierInnen und für die gesellschaftliche Befreiung von Tieren – aus sozialen, kulturellen und institutionalisierten Gewaltverhältnissen steht.
Darüber hinaus führten wir ein Interview mit „Antifa Oldenburg“, eine geschlossene, politische Gruppe, die sich als Teil antifaschistischer Strukturen begreift und in diesem Kontext handelt. „Wir sehen uns als Teil einer solidarisch zueinander arbeitenden, emanzipatorischen Bewegung in und um Oldenburg.“ Ihr Hauptaktionsfeld ist die praktische antifaschistische Arbeit auf lokaler und überregionaler Ebene.

 

+ CD:

V.A. "Reclaim the power". 21 Songs von MÖNSTER, CAT PARTY, AUTONOMADS, ECHO IS YOUR LOVE, URSACHE UNBEKANNT, WARSONG, GRIT, SABOTAGE

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