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PETA-Petition gegen Drogeriekette Müller

Die Drogeriekette Müller verkauft immer noch Handtaschen, Portemonnaies und weitere Accessoires aus Straußenleder. Daher hat PETA das Unternehmen seit April mehrfach auf verschiedenen Wegen kontaktiert.

Die Tierrechtsorganisation informierte die Drogeriekette über die tierquälerischen Zustände in der Straußenlederindustrie, doch eine Rückmeldung blieb bislang aus. Daher fordert PETA das Unternehmen nun öffentlich auf, Verantwortung zu übernehmen und Produkte aus den Häuten der afrikanischen Vögel aus dem Sortiment zu nehmen. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, startet die Organisation heute zudem eine Petition.

Strauss-Suedafrika-P1060570-c-PETA-USA
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Für viele Taschen, Gürtel oder Portemonnaies aus Straußenleder werden Jungvögel geschlagen, mit Elektroschocks malträtiert, kopfüber aufgehängt und getötet“, so Patrick Nowey, Fachreferent für Bekleidung und Textil bei PETA. „Wir fordern die Drogerie Müller auf, diese Tierquälerei nicht länger zu ignorieren und Verantwortung zu übernehmen. Das Unternehmen könnte stattdessen zum Beispiel auf vegane Hightech-Materialien auf Pilz- oder Korkbasis setzen – sie sind ethisch vertretbar und nachhaltiger als Tierhäute.“

Strauße für Leder misshandelt und getötet – Hintergrundinformationen

Augenzeugen von PETA USA konnten das Tierleid in der Straußenlederindustrie dokumentieren. Die Aufnahmen zeigen verschmutzte, karge Gehege, in denen die Strauße über ein Jahr lang gesperrt werden. Zu sehen ist weiterhin, wie Betriebsangestellte die gestressten Fluchttiere auf dem Weg zum Schlachthof mehrfach ins Gesicht schlagen. Die bezeugenden Personen sahen, wie Vögel in den weltgrößten Schlachtbetrieben für Strauße in Vorrichtungen gezwängt und mit Elektroschocks betäubt wurden. Anschließend hängten Angestellte sie kopfüber an die Decke und schlitzten ihre Kehlen mit einem Messer auf. Verängstigte Strauße, die danach an der Reihe waren, mussten mitansehen, wie ihre Artgenossen getötet wurden.



PETA weist darauf hin, dass Straußenleder unabhängig von der Herkunft unweigerlich Schmerzen, Stress und Angst für die Vögel bedeutet. Strauße sind Wildtiere, die in der Natur bis zu 20 Kilometer am Tag zurücklegen. Oftmals sind sie in der Lederindustrie vom Tag ihrer Geburt bis zu ihrer Tötung gezwungen, in Gehegen auszuharren, die diesem hohen Bewegungsdrang nicht gerecht werden. Strauße sind Fluchttiere, weshalb sie unter immensem Stress leiden, wenn sie für den Transport zum Schlachthaus eingefangen und fixiert werden oder medizinische Behandlungen erforderlich sind. Vor diesem Hintergrund appelliert die Organisation auch an alle Menschen, anstelle von Straußenleder immer auf tierfreundliche, vegane Alternativen zurückzugreifen.

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