Interviews · 01. Dezember 2025
Unter der Brücke hat Flegel sein Nachtlager aufgebaut. Nicht viel: eine dünne Matte, ein paar Lumpen als Decke, ein Becher, ein Einkaufswagen voller Kram, der zu schade ist, um ihn wegzuwerfen. Kein unnötiger Besitz, nichts, was zu schwer wird, wenn man schnell weiter muss. Er sitzt schon dort, als ich ankomme – fest in Kleidung gewickelt, um der Kälte standzuhalten. Ein kurzes „Hey“, mehr braucht es nicht. Ich stelle zwei Bierchen zwischen uns. Eine kleine Geste, aber sie reicht. Er...